Donnerstag, 6. Juni 2019

Sven Koch - Dünenblut


Mit der Premierenlesung seines neusten Werkes war am Mittwoch, dem 5. Juni 2019 Sven Koch zu Gast bei Leuenhagen und Paris in Hannover. In meinem Artikel über die Lesungen im Juni, hattet Ihr darüber erste Informationen erhalten.

Sven Koch und Cornelia Fett am 5. Juni 2019 bei Leuenhagen & Paris, Hannover


Sven Koch lebt in Detmold und ist seit mehr als 30 Jahren Redakteur einer Tageszeitung.

Geschrieben hat er schon immer gern - während der Schulzeit auch mal einen Western auf den letzten Seiten seines Mathehefts. Beeinflusst wurde er beim Schreiben von Stephen King. Als er dessen Bücher las, dachte er unvermittelt: "Das muss ich doch auch können!"

Sven Koch am 5. Juni 2019 bei Leuenhagen & Paris, Hannover


Die Idee, den Krimi an der Nordsee spielen zu lassen, hielt Sven Koch für besonders - da kannte er allerdings den Schriftsteller der Ostfriesenkrimis Klaus-Peter Wolf noch nicht.

Ein weiteres Kriterium, das Sven Koch zu seinem Redakteur-Dasein und damit zum Schreiben verholfen hat, war die Tatsache, dass er - zur Finanzierung seines Urlaubs - mal einen Job in einer Fabrik angenommen hatte. Sehr schnell wurde ihm klar, dass körperliche Arbeit nichts für ihn ist. Nach drei Tagen hörte er in der Fabrik wieder auf.

Während des Schreibens ist Sven Koch dafür sehr strapazierfähig: Schreiben kann er auch, wenn rund um ihn herum Leben ist. Er ist es gewohnt, dass im Hintergrund Gespräche zu hören sind oder der Fernseher läuft. Ob er dabei Artikel für die Zeitung schreibt oder zu Hause an seinem Buch arbeitet, spielt dabei für ihn keine Rolle.

Neben seinem Vollzeitjob als Redakteur schreibt Sven Koch cirka zwei Bücher pro Jahr. Dabei benötigt er als reine Schreibzeit sechs Monate, während er mit der Entwicklung der Geschichte zusammen dann ungefähr neun Monate an einem neuen Buch arbeitet.

Mit seinen Morden versucht er "auf dem Boden" zu bleiben. Die Atmosphäre hingegen darf dann aber doch düster und hart sein. Das Meer steht für Sven Koch symbolisch für den Krimi. "Zunächst mag man nur die Oberfläche sehen, doch darunter lauert Schwärze - vielleicht sogar der Tod" verrät er uns im Anschluss an die Lesung.

Dünenblut heißt der aktuelle Thriller der mittlerweile sechs Bände umfassenden Krimi-Reihe um ein Quartett an Ermittlern. Tjark Wolf ist die Hauptfigur und wird durch Femke Folkmer bei den Ermittlungen unterstützt. Die Beiden werden von Fred Berger und Ceylan Özer begleitet. Man nennt die vier Ermittler auch die Fantastic Four.

Dünengrab, der erste Band dieser Reihe, war als Stand-Alone-Krimi geplant. Doch, wie das manchmal so ist mit der Planung: dem Verlag und den Lesern gefiel Dünengrab so gut, dass eine Fortsetzung her musste.

Wann es einen siebten Band geben wird, ist bislang noch nicht raus. Sollte der erste Satz des neuen Thrillers um Tjark Wolf genau in diesem Moment geschrieben werden, haben wir so cirka neun Monate die Gelegenheit, die vorangegangenen sechs Bände zu lesen, bevor der neue Thriller zunächst beim Verlag ankommt.

Während der Lesung habe ich jedenfalls "Feuer gefangen" und bin gespannt auf die Fantastic Four und vor allem auf die Jagd nach dem Runenkiller im aktuellen Thriller Dünenblut.
Erschienen ist das 352 Seiten starke Werk im Droemer Knaur Verlag am 3. Juni 2019.



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