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Sonntag, 15. Juli 2018

Provenzalische Schuld - Sophie Bonnet - Rezension

Provenzalische Schuld
Krimi
Blanvalet
Hardcover
14. Mai 2018
ISBN 978-3-7645-0644-5
335 Seiten


Inhalt


Provenzalische Schuld ist der fünfte Fall für Pierre Durand. Pierre Durand ist Ermittler in der Provence und ein Schleckermaul obendrein. Gut, dass seine Freundin Charlotte eine begnadete Köchin ist und allerlei provenzalische Genüsse zaubern kann. Diese Kunst hat sie sich zum Beruf gemacht und eine Épicerie eröffnet.
Da die beiden - beruflich bedingt - sehr eingespannt sind, ist die Freude immens groß, dass nun ein einwöchiger gemeinsamer Urlaub bevorsteht.
Doch als kurz zuvor Nanette, die Frau vom Bürgermeister, verschwindet, bleibt Pierre keine andere Wahl, als die Ermittlungen voranzutreiben.


Lesung von Sophie Bonnet aus Provenzalische Schuld bei Leuenhagen & Paris, Juni 2018
© Cornelia Fett


Meine Meinung


In Provenzalische Schuld begeben wir uns zu den Ermittlungen von Pierre Durand in die Hochprovence. Die Besonderheit bei Sophie Bonnets Kriminalromanen ist die Verbundenheit zu der Natur und zu der regionalen Küche. So gibt es nicht nur Hinweise auf tolle Gerichte im Buch, sondern auch Rezepte zum Nachkochen am Ende der Geschichte. Hier sind es Rezepte, die typisch sind für diese einsame und ruhige Hochprovence.
Die kulinarischen Köstlichkeiten bringen einen hervorragenden Ausgleich zur Dynamik des Kriminalromans, so dass ich beim Lesen trotz der Spannung beschwingt über die Zeilen fliege. Der Erzählstil ist so lockerleicht und die Geschichte rund um die Ermittlungen so spannend, dass ich dabei an Eischnee und Baiser denke.

Provenzalische Schuld ist für mich der erste Fall von Pierre Durand, den ich kennenlerne. Ich weiß nicht, wie Sophie Bonnet es schafft, aber ich habe die Vorgängerromane nicht benötigt, um die Geschichten um die Charaktere und Sainte-Valérie kennenzulernen. Auch gibt es keine langatmigen Vorträge, wie die Personen zu charakterisieren sind. Sophie Bonnet schreibt anschaulich, so dass ich das Gefühl habe, ich bin selbst in der Hochprovence und Sainte-Valérie - dem Ort, in dem Pierre Durand und Charlotte leben - dabei.

Ich freue mich gerade diebisch, dass ich die vier Vorgängerromane noch nicht gelesen habe: denn dafür muss ich nicht so quälend lange auf den nächsten Band warten: ich lese zuvor die vier anderen.

Fazit


Das Buch kann ich jedem ans Herz legen, der einen beschwingten Erzählstil mag, gern in der Provence unterwegs ist - und sei es nur in Gedanken -, Spannung erträgt und gerade nicht auf Diät ist, denn beim Lesen lässt es sich mitunter nicht verhindern, Appetit zu bekommen.


Info


Wer jetzt noch dringend wissen möchte, wie die bisher erschienen Pierre Durand Romane von Sophie Bonnet heißen, herzlich gerne:

Provenzalische Verwicklungen

Provenzalische Geheimnisse

Provenzalische Intrige

Provenzalisches Feuer

Provenzalische Schuld

Ich hoffe, Ihr habt ebenso viel Freude beim Lesen, wie ich es hatte!
Au revoir!


P.S.


Es gibt - an die Kriminalromane und an die Regionen angelehnt - ein Kochbuch von Sophie Bonnet: Provenzalischer Genuss.
Wieder ein Kochbuch, dass es in mein Regal geschafft hat. Ich freue mich bereits auf die kühlen Tage im Herbst, um das ein oder andere Rezept auszuprobieren.






Sonntag, 28. Januar 2018

Lotte in London - Victoria Benner - Rezension


Titel: Lotte in London
Autor: Victoria Benner
Verlag: epubli
Erscheinungsdatum: 15. Oktober 2017
438 Seiten
ISBN 978-3745030891


Lotte in London ist der dritte Band um Charlotte Grottinger und Tom Donoghue.
Lotte in London kann unabhängig davon gelesen werden, ob man die ersten beide Bände bereits kennt. Dabei ist es dann hilfreich, bestimmte Dinge einfach zu akzeptieren und nicht zu hinterfragen.
Wer unsere beiden Protagonisten aber so gut es geht kennenlernen möchte, liest gleich alle drei Bände.

In Band 1 Schattensprung lernen sich Charlotte und Tom kennen und in Band 2 Wiedersehen in Berlin treffen sie wieder aufeinander. Nun, in Band 3 Lotte in London, ziehen sie in ein gemeinsames Zuhause.

Charaktere:


Charlotte Grottinger ist eine sehr sensible junge Frau. Um sich selbst zu schützen, baut sie immer wieder Mauern um sich auf. Dass diese dann mit Getöse einstürzen, wenn es gilt diese Konflikte zu lösen, ist vorprogrammiert. Sie wäre schließlich nicht Charlotte, wenn es nicht so wäre.
Charlotte, auch Lotte genannt, hat eine Tochter namens Regan.

Tom Donoghue ist ein gefeierter Filmstar. Wo er auftaucht, herrscht Blitzlichtgewitter und Journalisten wollen sämtliche Fragen beantwortet wissen. Auch wenn ihm der Rummel um seine Person manchmal zu viel ist, weiß er doch, dass er ihn braucht um im Filmgeschäft weiter zu kommen.

Inhalt:


Charlotte Grottinger zieht mit ihrer Tochter Regan nach London. Tom hat für die drei ein Haus ausgesucht und gekauft - doch Charlotte ist zunächst wenig begeistert. Auch die ständige Belagerung durch die Journalisten ist ihr ein Dorn im Auge und ihre Tochter Regan kann die Presse auch nicht leiden.
Als dann auch noch die Schulfrage für Regan zu klären gilt, und die Meinungen weit auseinandergehen, hängt der Haussegen vollends schief.

Meine Meinung:


Die Charaktere sind eigenständige Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten. Die Gesamthandlung ist schlüssig dargestellt. Da passt alles ins Bild. Lotte schlägt manches Mal ganz schön über die Stränge, aber so ist sie eben nun mal. Die Geschichte lässt sich sehr gut lesen. Der Schreibstil ist klar und verständlich und passend zum Inhalt. Die Geschichte an sich ist lebendig und so geschrieben, dass ich das Gefühl hatte, dabei zu sein und Anteil an den Geschehnissen und Erlebnissen rund um Lotte nehmen zu können.

Fazit:


Ich habe die Geschichte geradezu verschlungen und mir im Nachgang noch die Leseproben zu Schattensprung und Wiedersehen in Berlin durchgelesen. Victoria Benners Schreibstil lässt mich in die Geschichte eintauchen und nimmt mich mit in das Leben der Charlotte Grottinger. Zwischen den Zeilen wird die Geschichte lebendig.

Die Geschichte ist für alle, die sich schon einmal verliebt haben und bereits um die Ecken und Kanten wissen, die ein Partner haben kann.
Die Zielgruppe für diesen Roman ist ab 18 Jahre angegeben.

Über die Autorin:
"Victoria Benner, geboren 1980 in Potsdam, aufgewachsen zwischen Systemen und Ländern, fing aus akutem Mangel an gutem Lesestoff an zu schreiben. Ihre ersten Geschichten, damals noch Science Fiction, veröffentlichte sie zu ihrer Schulzeit. Nach dem Abitur in Südfrankreich begann sie mit Geschichte und später Europäische Kultur und Ideengeschichte in Karlsruhe zu studieren und schloss mit dem Master ab. Im Anschluss veröffentlichte sie parallel zu ihrer Lehrtätigkeit in Deutsch und Fremdsprachen ihren ersten Roman 2015."
Quelle: epubli

Quellen:
epubli - Autor - Victoria Benner