Spielverderberin
Roman
Kiepenheuer & Witsch
Autorin: Marie Menke
ISBN 978-3-462-00873-9
220 Seiten
erschienen am 12. Februar 2026
In "Spielverderberin"
werden wir Zeugen einer komplexen Freundschaft, die von der Vergangenheit
geprägt ist und in der Gegenwart mit alten Konflikten konfrontiert wird.
Sophie, Lotte und die unberechenbare Romy – drei Frauen, deren Beziehung von
Bewunderung, Eifersucht und dem Kampf um Unabhängigkeit geprägt ist. Das Buch
fängt die Intensität dieser Dynamik auf brillante Weise ein.
Zu Beginn nähert sich die Geschichte den Kindheitserinnerungen von Sophie und
Lotte. Die Freundschaft scheint stark, doch die Einführung von Romy in der
Oberstufe bringt eine Wendung mit sich. Die Faszination zwischen den Dreien
entwickelt sich, doch als Romy plötzlich verschwindet, bricht das Gefüge
auseinander.
Die Handlung springt geschickt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, was die
Spannung aufrechterhält und das Verdrängte nach und nach enthüllt. Das ständige
Spiel mit Erinnerungen und Vergangenem lässt den Leser neugierig auf die
"harte Nacht" werden, die über dem Geschehen schwebt.
Obwohl keine der Figuren wirklich sympathisch ist, bleibt die Lektüre fesselnd.
Die Autorin schafft eine düstere Atmosphäre, in der die Hitze und Enge des
Dorfes spürbar werden, gepaart mit ungesagten Spannungen, die einem unter die
Haut gehen.
Fazit
"Spielverderberin" ist ein Buch, das unter die Oberfläche geht und die Komplexität von Freundschaften in der Jugend thematisiert. Wer bereit ist, sich auf diese emotionalen Schatten einzulassen, wird mit einer packenden Geschichte belohnt. Schnapp dir eine Tasse Tee, mach es dir bequem und lass dich von den Verwirrungen alter Freundschaften fesseln!




