Dienstag, 29. November 2022

Fake - Wer soll dir jetzt noch glauben? - Arno Strobel

 

Fake - Wer soll dir jetzt noch glauben?
Psychothriller
S. Fischer Verlage
Hörbuch bei Argon Verlag
Autor: Arno Strobel
Sprecher: Sascha Rotermund
Laufzeit 7 Stunden 55 Minuten
ISBN 978-3-7324-0545-9



Fake - Wer soll dir jetzt noch glauben? ist ein klug inszenierter Psychothriller. Den Lauf der Geschichte habe ich mit Spannung verfolgt. Obwohl ich ein großer Hörbuchfan bin, hätte ich Fake von Arno Strobel diesmal lieber gelesen. Bereits der Anfang der Geschichte war spannend erzählt. Sascha Rotermund hat auch von Anfang an ordentlich Gas gegeben - und damit die Geschichte für mich etwas überreizt. Selbst die etwas angepassten Szenen hat Sascha Rotermund stimmlich mit soviel Spannung unterlegt, dass ich die Geschichte als anstrengend empfand. Etwas weniger wäre hier mehr gewesen. 




Dennoch kam ich nach einiger Zeit im Geschehen an und konnte den Charakteren gut folgen. Im Verlauf der Geschichte kam mir jedoch immer mal wieder der Gedanke, dass mir die Geschichte bekannt vorkommt. Vielleicht war es lediglich "dasselbe Strickmuster", nachdem die Geschichte aufgebaut war, vielleicht, vielleicht. 

Diese beiden Komponenten haben mein Lesevergnügen diesmal etwas geschmälert. Einen übertriebenen Spannungsaufbau haben Arno Strobels Thriller meinem Empfinden nach nicht nötig und warum mir die Geschichte so bekannt vorkam - ich weiß es nicht. Ich kann es nicht so recht greifen. 


Fazit

Fake - Wer soll dir jetzt noch glauben? ist ein spannender Psychothriller. Leser, die gern die Bücher von Arno Strobel lesen, werden jede Menge Freude daran haben. 


Sonntag, 6. November 2022

Die rote Tänzerin - Joan Weng

 

Die rote Tänzerin
Die Nacht ist ihre Bühne, ihre Kunst unbezähmbar
Biografischer Roman
Aufbau Taschenbuch
Autorin: Joan Weng
ISBN 978-3-7466-3832-4
256 Seiten





Die rote Tänzerin ist ist ein biografischer Roman um die Protagonistin Anita Berber. Anita Berber ist Tänzerin, genau genommen Nackttänzerin, im Berlin der 1920er Jahre. In kurzen Kapiteln erhalte ich Einblick in das Leben der Künstlerin und ihrer Person. 





Joan Weng lässt die Berber in klarer Sprache zu Wort kommen. Ungeschönt, gar ungeschminkt, trifft die Protagonistin ihre Äußerungen. Dabei kommt die Sprachbildung der 1920er Jahre wunderbar zur Geltung. Da hatte Frau noch Chuzpe, wenn sie mal eine nicht zurückhaltende Antwort parat hatte sondern sich schlagfertig in Szene setzte. Und in Szene setzen konnte Anita Berber sich. 


"Morgenstern starrte einen Moment sprachlos, dann winkte er den Mädchen, die Teller wieder abzutragen. Leicht würde es mit der nicht, aber leicht machte auch keinen Spaß." - Seite 121


Obwohl Anita Berber nackt auftrat, hat sie sich nie so verletzlich gezeigt, wie sie eigentlich war und nach und nach zu Tage trat. Anfangs erschien mir die Berber unnahbar. Doch je mehr ich über Anita erfuhr, desto verständlicher wurde mir ihr Handeln, ihre Entgegnungen, ihre Show. Und zum Schluss, ja, zum Schluss war ich in Annis Art verliebt. 

Dass es sich bei Die rote Tänzerin nicht um eine Biografie sondern um einen Biografischen Roman handelt, macht das Erleben für mich als Leser noch intensiver. In den Momenten, in denen sich Anita Berber ihrem Gegenüber öffnet, wird sie für mich nahbar. Und anhand der Erlebnisse im Geschehen kann ich in die Situation eintauchen und mit Anita mitfühlen. Gern möchte ich glauben, dass sich die Szenen in Anita Berbers realem Leben tatsächlich so abgespielt haben. Im Nachwort erzählt Joan Weng, wie viel Wissen und Wahrheit in der Geschichte steckt und was unserer eigenen Fantasie überlassen bleibt. 


"Und Anita? Die hatte ihn sinnend unter halb gesenkten Lidern hervor betrachtet, hatte sich lüstern die Lippen geleckt, ihm dann "Ich bevorzuge jüngere Frauen" hingeknallt." - Seite 56


Nach dem Leseerlebnis von Die rote Tänzerin wird mir Anita Berber in guter Erinnerung bleiben. Oder, wie Anni so schön sagte: "Machen sie mich unsterblich, Herr Dix!" 


Fazit

Die rote Tänzerin ist für alle, die gern biografische Romane lesen. Ein spannender und höchst interessanter Einblick in das Leben der Anita Berber und das Berlin der 1920er Jahre. Geschrieben von Joan Weng, die das Berlin zu Zeiten der Weimarer Republik sprachlich sehr bildhaft zum Leben erweckt. 

Samstag, 5. November 2022

Auf See - Theresia Enzensberger


Auf See
Roman
Hanser Verlag
Autorin: Theresia Enzensberger
ISBN 978-3-446273979
erschienen am 22. August 2022
272 Seiten 
Hörbuch 
Herausgeber: tacheles!ROOF Music
gelesen von der Autorin Theresia Enzensberger
Laufzeit 6 Stunden 42 Minuten - ungekürzte Lesung
ISBN 978-3-864847776
erschienen am 1. August 2022






Auf See erzählt die dystopische Geschichte von Yada. Yada ist zu Beginn der Geschichte 17 Jahre alt. Sie wächst als Halbwaise bei ihrem Vater auf Seestatt auf. Die Welt, wie sie einst war, gibt es nicht mehr und so findet Yadas Leben auf See statt. Dort entzieht sich ihr Vater und alle, die ihm folgen wollen, dem Rechtsstaat unter dem Deckmantel des Helfenwollens. 





Die Geschichte wird in sich abwechselnden Abschnitten erzählt, die mal aus Yadas Sicht erzählt werden, mal aus Helenas Sicht. 

Helena ist eine junge Frau, die in der "kaputten" Welt lebt. Sie lebt und wirkt in Berlin und verdient ihren Lebensunterhalt mit ihren künstlerischen Darstellungen im Internet. Ihre Beiträge erlangen hohe Klickzahlen. Doch verantwortlich geht sie mit diesem Wissen und ihren folgenden Beiträgen nicht um. Während die Gemeinschaft sie als Sektenführerin ansieht, setzt sich Helena mit Themen auseinander, die sie beschäftigen. Ohne, dass sie sich der Wirkung ihrer Worte bewusst ist, gehen die Informationen an ihre Gefolgschaft heraus - und sorgen damit für jede Menge Trubel. 

Neben den beiden Erzählsträngen von Yada und Helena erfahre ich immer wieder Wissenswertes aus sogenannten Archiveinträgen

Theresia Enzensberger erzählt die Geschichte von Yada und Helena sehr direkt, ja schonungslos. Unter Verwendung zahlreicher bildungssprachlicher Begriffe werden mir die Inhalte anfangs quasi um die Ohren gehauen. Zunächst wusste ich gar nicht, wo mir der Kopf steht. Im Laufe der Geschichte spielt sich die Erzählart ein und wird etwas lockerer, so dass ich der dystopischen Reise und den Gedanken um den Fortschritt gut folgen konnte. 

Es war eine Art Faszination des Unbekannten, Ungewissen, die mich an die Geschichte gefesselt hat. Ist so eine Art zu leben tatsächlich möglich? In kleineren Varianten finden wir immer mal wieder Zusammenschlüsse von Menschen, die auf kleinem Raum miteinander klarkommen müssen und voneinander abhängig sind. Diese Art der Sonderwirtschaftsform auf See hat mich gleichermaßen fasziniert wie abgeschreckt.  

Theresia Enzensberger hat es sich nicht nehmen lassen, ihren Roman selbst einzulesen. Anfangs verschlug es mir regelrecht den Atem. Mit einer Stimme so rau und kühl wie die See erfahre ich die ersten Eindrücke von Yada. Eine monoton wirkende Distanziertheit macht es mir leicht, Yadas Ausführungen und ihre Eindrücke zu erfahren, ohne dass sie mir dabei zu nahe kommt. Tatsächlich empfinde ich die Erzählart schon nach kurzer Zeit für die Geschichte als angenehm.  

Dennoch bleibe ich nach dem Roman mit gemischten Gefühlen zurück. Die Dystopie klingt einfach zu real und zu nah.


Fazit

Auf See ist für alle, die an dystopischen und dennoch real anmutenden Geschichten Geschmack haben.

Mittwoch, 19. Oktober 2022

Sturmrot - Tove Alsterdal


Sturmrot
Krimi
Argon Hörbuch
Autorin: Tove Alsterdal
Sprecherin: Heike Warmuth
Laufzeit: 11 Stunden 20 Minuten
veröffentlicht am 1. Juli 2022
ISBN 978-3-7324-5950-6







Sturmrot ist ein atmosphärisch düsterer Schwedenkrimi und der Auftakt der Trilogie um die Ermittlerin Eira Sjödin






Eira Sjödin ist in ihr altes Heimatdorf zurückgekehrt, um ihre Mutter zu unterstützen. Ihre Mutter ist dement und von ihrem Bruder Magnus hat Eira lange nichts gehört, so dass sie es sich - neben ihrer Polizeiarbeit - zur Aufgabe gemacht hat, sich um ihre Mutter zu kümmern. 

Man sagt, dass Täter immer wieder an den Ort des Verbrechens zurückkehren. Doch was ist, wenn der Täter selbst zum Opfer wird? Wenn der Täter in den Verdacht gerät, weiter "aufzuräumen" ist alles klar. Doch wenn der Täter angegriffen wird, was ist dann noch Wahrheit?

Diesen Fragen stellt sich Eira Sjödin zu der Zeit als Olof Hagström in den Heimatort zurückkehrt und zugleich dessen Vater tot aufgefunden wird. Olof Hagström hat als vierzehnjähriger gestanden, die junge Lina vergewaltigt und ermordet zu haben. Noch zu jung, um ins Gefängnis zu kommen, kam Olof in ein Jugendheim - und verlor den Kontakt zu seiner Familie. 

Eira Sjödin - zu der Zeit, als Lina und Olof von der Bildfläche im Ort verschwanden - noch zu jung, um Sachverhalte oder Beweggründe mitgeteilt zu bekommen - hat mit Olofs Rückkehr und dem Mord an seinem Vater jede Menge Aufklärungsarbeit zu leisten. Um sich einen besseren Überblick zu verschaffen, recherchiert sie nicht nur zum aktuellen Fall, sondern zieht auch zum damaligen Fall um Linas Verschwinden ihre Schlüsse. 

Die ruhige, besonnene Art, die Eira dabei an den Tag legt, gefällt mir. Sie agiert umsichtig und rücksichtsvoll, lässt sich jedoch nicht beirren, wenn es um die Ermittlungsarbeit geht. Das gefällt mir. 

Die Tatsache, dass ein minderjähriger Junge zu solch einer Straftat fähig sein soll und die Ermittlungsansätze der Polizei zur damaligen Zeit haben mich ganz schön erschreckt.

Tove Alsterdal unterstützt ihre Protagonistin mit ihrem runden, bildhaften Erzählstil. Die Geschichte geht zunächst ruhig an. Im letzten Drittel kann ich das Buch aber nicht mehr gelegentlich aus der Hand legen. Dann will ich wissen, wie die Fäden zusammenlaufen. Ob ich richtig liege, oder ob es am Ende doch noch eine Überraschung gibt.

Sturmrot hat mich gut unterhalten und zum Ende für ordentlich Spannung gesorgt. Die Charaktere sind vielschichtig. Und auch, wenn ich sie zu kennen glaubte, so hat der eine und andere doch noch ein Geheimnis in petto.

Fazit

Wer düstere Schwedenkriminalromane mag, ist mit Sturmrot gut beraten. 


Sonntag, 16. Oktober 2022

Das kleine Buchcafé an der Isar - Emilia Thomas

 

Das kleine Buchcafé an der Isar
Roman
beHEARTBEAT
Bastei Lübbe Verlag
Autorin: Emilia Thomas
eBook
ASIN B09Y9H7MN2
221 Seiten






Das kleine Buchcafé an der Isar spielt in dem fiktiven Kapuzinerviertel in München. Es wirkt wie ein kleiner, etwas verschlafener Ort in dem es ein kleines, unscheinbares Buchcafé gibt. 






Es ist nicht gerade Marlenes Lebenstraum, in diesem in die Jahre gekommenen Buchcafé zu arbeiten, doch mit ihrem Doktortitel und ihrem Studium für Literaturwissenschaft findet sich gerade kein adäquater Job. So bleibt Marlene nichts anderes übrig als die Ladenbesitzerin Lotte Eigner um einen Job zu bitten, um weiterhin ihren Lebensunterhalt und die Miete für ihren WG-Anteil zu verdienen. 

Mit den neuen Ideen, die Marlene in dem Buchcafé einbringt, kommen auch immer mehr Gäste. So lerne ich an Marlenes Seite nach und nach weitere Charaktere der Geschichte kennen. 

Und dann steht eines Abends ein gut aussehender junger Mann vor der Tür des kleinen Buchcafés, rüttelt an der Tür und an Marlenes Herz. Johannes

Der Schreibstil ist locker und sehr angenehm. Die Charaktere haben Tiefe und erlangen eine eigene Ausstrahlung. Sie sind authentisch und wachsen an ihren Lebenserfahrungen. Der eine langsamer, der andere schneller - eben ganz individuell und an das Geschehen angepasst. 


"Amelie besaß trotz ihres jungen Alters Lebenserfahrung, die sie manchmal beinah weise erscheinen ließ. Nur, damit sie sich im nächsten Moment wieder wie eine Dreizehnjährige wegen einer schlechtgekleideten Cafékundin kaputtlachen konnte." - Seite 90


Es ist für mich spannend zu verfolgen, wie sie ihren Weg gehen - auch wenn nicht alles bis ins kleinste Detail erzählt wird. Das tut der Geschichte keinen Abbruch, sondern lässt Raum für eigene Überlegungen - oder Akzeptanz. 

Mir gefällt vor allen Dingen die Charaktervielfalt, die ganz natürlich im Buch zum Tragen kommt. Emilia Thomas beschreibt sehr intensiv die Empfindungen. So kann ich Marlene wunderbar begleiten, mich mit ihr freuen, mit ihr neugierig sein und mit ihr den Schmerz teilen. 


"Da war es wieder - dieses elektrisierende Gefühl. Als hätte man um ein Haar seine Lieblingstasse auf den Boden fallen lassen, aber sie dann noch in letzter Sekunde aufgefangen." - Seite 144


Das kleine Buchcafé an der Isar ist trotz ernster Themen vor allem ein Wohlfühlroman. Ich konnte ganz wunderbar den Alltag verlassen und in das Kapuzinerviertel in München abtauchen. In dem kleinen Buchcafé habe ich mich schnell sehr wohl gefühlt und in der 2er WG fühlte ich mich stets willkommen.


Fazit

Das kleine Buchcafé an der Isar ist für alle, die Wohlfühlromane mit bunter Vielfalt lieben. 

Montag, 3. Oktober 2022

Deutscher Jugendliteraturpreis 2022

 



Am Freitag, dem 21. Oktober 2022 wird auf der Frankfurter Buchmesse der begehrte Deutsche Jugendliteraturpreis vergeben. Da sind wieder tolle Titel aus den verschiedensten Bereichen dabei. 

Ich habe mir einen Überblick auf der Seite der Jugendliteratur.org verschafft und bin sehr gespannt, welche der Nominierungen am 21. Oktober 2022 bei der Preisverleihung bedacht werden wird. 




Es gilt Bücher aus den Bereichen Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch, Sachbuch, Preis der Jugendjury und Sonderpreis "Neue Talente" Illustration zu begutachten. Allein die Vielfalt ist großartig.


Da sind supertolle Titel bei. Gelesen habe ich leider noch keines der vorgestellten Bücher, aber die Wunschliste ist gleich mal wieder etwas länger geworden. 


Folgenden Titeln drücke ich ganz besonders fest die Daumen:


Bilderbuch

Alle zählen - Kristin Roskifte - Gerstenberg
weil für mich jeder einzelne Mensch mit seinen Stärken und Schwächen und seinen ganz besonderen Eigenarten zählt. Verknüpft mit Mathe, denn Mathe kann nie schaden. Die Zahlen benötigen wir im Alltag schließlich immer. 


Kinderbuch

Die Welt, von der ich träume - Marie Pavlenko - Thienemann
weil diese wunderbare Geschichte zeigt, wie wichtig unser Lebensraum ist.


Jugendbuch

Sanctuary - Flucht in die Freiheit - Abby Sher - Carlsen
weil Freiheit unser höchstes Gut ist. Ich genieße es, frei entscheiden zu können. Und da möchte ich mir nicht reinreden lassen. Es gibt so vieles, dass uns Menschen sowieso schon bindet. Da braucht es nicht noch zusätzlichen Druck von außen.


Sachbuch

Damals der Dodo - Isabel Pin - Karl Rauch
weil ich als Kind schon sehr betrübt darüber war, dass es so viele Arten bereits nicht mehr gibt und ich sie nie in freier Wildbahn sehen werde. Schlimm fand ich auch, dass bei nicht wenigen Arten bereits dabei stand, dass sie bald ausgerottet sein werden. Schlimm, dass wir sehenden Auges so wenig dagegen unternehmen.  


Preis der Jugendjury

Dunkelnacht - Kirsten Boie - Oetinger und Hard Land - Benedict Wells - Diogenes
beide allein schon um zu entdecken, was die Leserinnen und Leser an der Geschichte jeweils gepackt hat. Ich tausche mich unendlich gern mit anderen Leserinnen und Lesern aus. Bei diesen beiden Titeln ist garantiert, dass ich mehr als einen Gesprächspartner finde. 


Sonderpreis "Neue Talente" Illustration

Sibylla - Max Baitinger - Reprodukt
Frauenrechte - für mich auch heutzutage ein sehr wichtiges Thema. Daher interessiert es mich natürlich, was Sibylla sich vor Jahrhunderten schon für Gedanken gemacht hat. Diese müssen auch heute noch eine immense Stärke haben. Es wird Zeit, dass - wenn der Bericht über Sibylla stimmt - Sibylla auch wieder als Lektüre in die Klassenzimmer kommt.


Soweit meine Gedanken zu den vorgestellten großartigen Werken. Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück und werde die Preisverleihung hoffentlich live vor Ort verfolgen können.


Habe ich Euch mit den vorgestellten Titeln neugierig gemacht? Habt Ihr selbst schon das eine oder andere Buch gelesen oder in Händen gehalten? 

Euch eine ganz wundervolle Zeit bis zur Verleihung 

Eure Connie

Samstag, 1. Oktober 2022

Liebe auf Glatteis - Emma Wagner


Liebe auf Glatteis
(Liebe auf Schwedisch - Band 1)
Autorin: Emma Wagner
224 Seiten
ASIN B0B6PCRPFH
Format: eBook
erschienen am 29. September 2022






Liebe auf Glatteis ist der erste Band einer aus fünf Bänden bestehenden Liebe auf Schwedisch Reihe - geschrieben von fünf Autorinnen. Alle fünf Bände spielen in dem kleinen Ort Lillaström und sind unabhängig voneinander lesbar. Allerdings wird von den Autorinnen selbst empfohlen die Reihenfolge einzuhalten, sollte man alle Titel lesen wollen. Mehr Infos darüber bekommt Ihr beispielsweise in dem Instagram Feed von Emma Wagner




Liebe auf Glatteis erzählt die Geschichte von Jule. Jule hat Urlaub - im attraktiven Monat November - und ist auf dem Weg zu ihrem Ex-Mann in Schweden. In Schweden! Es ist bitterkalt, verschneit und als sich Jule in der weißen Hölle auch noch verfahren hat, ist sie mega übellaunig. Zu allem Überfluss ertappt sie auch noch ein junger Mann - Jule war gerade aus dem Auto gestiegen, um sich einen besseren Überblick zu verschaffen - als sie einem anderen jungen Mann auf den nackten Hintern schaut. 

Ich hab herzlich gelacht. Ich hatte so viel Freude und Spaß beim Lesen der Geschichte Liebe auf Glatteis, dass ich nun absolut süchtig nach den Schweden-Geschichten bin. Wenn ich Jule beim erzählen zuhöre - es ist so bildhaft beschrieben, dass ich ihre Worte tatsächlich nicht nur in meinen Gedanken, sondern förmlich auch in den Ohren habe - hat auch gar nichts anderes Platz. Liebe auf Glatteis eignet sich perfekt, um die eigene Welt mal auf Pause zu stellen und in Schwedens Schneegstöber in Jules Wortergüsse einzutauchen. 

Emma Wagner hat den Charakteren so liebevoll Leben eingehaucht, dass ich mich am liebsten selbst gleich auf die Socken machen würde, um Jule und ihre Tochter, Sven und den Großvater und alle anderen Dorfbewohner persönlich kennenzulernen. 

Ich wünschte, ich könnte den Roman noch einmal zum ersten Mal lesen. 

Allen neuen Lesern wünsche ich gute Unterhaltung und fröhliches Abtauchen. 


Fazit

Liebe auf Glatteis ist für alle, die sich beschwingt mit Jule in Schwedens Schneegestöber begeben wollen. Ein fröhlich stimmender, bildhaft geschriebener Roman. 


Bonus

Hier für Euch alle Titel der Reihe:

Liebe auf Glatteis - Emma Wagner
Träume im Winterland - Mela Wagner
Knistern im Schneesturm - Saskia Louis
Küsse in der Polarnacht - Emily Ferguson
Glück unter Sternschnuppen - Ellen McCoy