Sonntag, 18. Oktober 2026

Das Antiquariat am alten Friedhof - Kai Meyer

 

Das Antiquariat am alten Friedhof
Die Geheimnisse des Graphischen Viertels - Band 4
Roman
Droemer Knaur
Autor: Kai Meyer
ISBN 978-3-426-29398-0
512 Seiten
erschienen am 3. November 2025
-
Hörbuch
Argon Verlag
gelesen von Johann von Bülow und Luise Helm
ISBN 978-3-8398-2191-6
Laufzeit: 17 Stunden 12 Minuten
erschienen am 19. November 2025




Das Antiquariat am alten Friedhof ist Band 4 der Reihe um Die Geheimnisse des Graphischen Viertels in Leipzig. Dieser Roman spielt - wie seine Vorgänger - in verschiedenen Zeitebenen. Hier wechseln wir vom Leipzig in den 1930er Jahren ins Jahr 1945, in dem Felix als Bibliothekar nach Leipzig zurückkehrt. In den 1930er Jahren hatte er mit seinen Freunden Vadim, Julius und Eddie den Club Casaubon gegründet. Schon damals waren sie begeisterte Literaturliebhaber und waren stets auf der Suche nach seltenen und damit kostbaren okkulten Büchern. Um diese in ihren Besitz zu bekommen, machte der Club Casaubon auch vor Diebstahl nicht Halt. 



Einen besonderen Schliff erhielt der Club Casaubon als sich Eddies Schwester Eva einmischte und die jungen Männer zu immer größeren Coups verleitete. 


"Wir Deutschen sind Apokalyptiker, die die Geduld mit der Zeit verloren haben. Alles, was wir tun, ist immer nur der Griff nach dem Ende." - Seite 28


Das Antiquariat am alten Friedhof liest sich wie ein spannender, historischer, düsterer Krimi. Es fühlt sich für mich an, als wäre Schwedens düstere Stimmung in eine launige französisch-deutsche Stadt gezogen. Die Luft wabert in der Dunkelheit und die Literatur, die okkulte Stimmung und ein Hauch von Liebe liegen in der laternenbeschienenen Nacht. 

Kai Meyer erzählt die Geschichte aus der Historie Leipzigs und mit Abenteuerlust und Liebe zur Literatur. Es ist komplett verrückt, aber er hält den Spannungsbogen - völlig egal, ob es im Roman um die Liebe und die schillernde Figur Eva geht oder ob es um die Jagd nach den okkulten Bänden oder um die zeitweise zerbrechliche Freundschaft der vier jungen Männer. Jeder Strang für sich ist ein echtes und ehrliches Abenteuer und will von mir als Leserin voll ausgekostet werden. 


»Kein Weg ist mir zu weit, um meine Mitarbeiter zu drangsalieren. In meinem Alter ist das eine der letzten großen Freuden, die mir den Alltag erträglich machen.« - Seite 31


Die historische Reihe um Die Geheimnisse des Graphischen Viertels will ich am liebsten inhalieren - so, wie die Nachtluft: ein wenig kühl, geheimnisvoll neblig und sacht beschienen vom Mond - und genauso zügig. Ich kann mich beim Lesen immer gar nicht entscheiden, ob ich schnell beim Lesen vorankommen möchte oder lieber die Geschichte in Abschnitten über mehrere Tage genießen möchte. Ich weiß aber auch, dass ich die Geschichte ein zweites Mal lesen kann und neue Entdeckungen mache, weil die Emotionalität eine andere ist, wenn ich die Figuren ein zweites Mal begleite. 

Eva gibt mir bis heute Rätsel auf und Felix zu begleiten birgt eine Art Vertrautheit - wahrscheinlich, weil ich bei ihm die Liebe zum Buch am stärksten wahrnehme. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band ums Graphische Viertel und bin sehr dankbar, dass Kai Meyer so eine düster-spannende Erzählart hat, die mich das Leipzig der 1930er Jahre erleben lässt. 

Bei Erzählart möchte ich auch die Hörbuch-Stimmen erwähnen. Die Geschichte wurde von Johann von Bülow und Luise Helm eingesprochen. Beide Stimmen haben einen ruhigen, warmen Klang und passen für mich ganz hervorragend zu der historischen Erzählung. Ich lausche beiden Stimmen unendlich gern und dadurch sind die 17 Stunden Hörbuchzeit sehr kurzweilig.

Fazit

Das Antiquariat am alten Friedhof ist für alle, die die Bücherstadt Leipzig im historischen Bezug lieben und in düstere Abenteuergeschichten eintauchen wollen. 


Die Geheimnisse des Graphischen Viertels:

Die Bücher, der Junge und die Nacht

Die Bibliothek im Nebel

Das Haus der Bücher und Schatten

Das Antiquariat am alten Friedhof 

Das Alphabet der Masken 


Die Bücher sind unabhängig voneinander lesbar, da es sich um einzelne, abgeschlossene Erzählungen handelt. 


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Montag, 5. Oktober 2026

Thief of Night - Holly Black

 

Thief of Night
Fantasy
Knaur Verlag
Autorin: Holly Black
Deutsche Ausgabe erschienen im Februar 2026 
aus dem amerikanischen Englisch von Diana Bürgel und Julian Müller
ISBN 978-3-426-52946-1
446 Seiten 





Thief of Night ist der zweite Band der Dilogie um Charlie Hall. Charlie Hall ist Trickbetrügerin, Diebin, Lügnerin und seit neuestem Schattenjägerin. Ihr letzter Coup als Diebin ist gründlich schiefgegangen und hat sie das größte Opfer gekostet: Vince. Um Vince zu retten, der nun als nicht vollständiger Schatten und ohne Erinnerung an sie gebunden ist, ist sie auf der Jagd nach Schatten, die nicht an einen Menschen gebunden sind. Ihr Schatten heißt Red. 





Wer in die Geschichte um Charlie Hall eintaucht, muss sehr flexibel sein, was Namen und Lebensformen angeht. So ist es üblich, dass Vince in anderer Lebensform Red, und früher auch Remy hieß. Es ist ungewöhnlich, aber nachvollziehbar. Glücklicherweise bin ich beim Lesen ohne diesbezüglichen Spickzettel ausgekommen. Die Geschichte hat aber auch einen immensen Sog, der mich zügig durch die Seiten kommen ließ. 

Charlie Hall ist mir bereits im ersten Band sehr ans Herz gewachsen. Sie hat ihren eigenen Kopf - und trifft dabei oft die falschen Entscheidungen. Wie sie sich aus den verschiedenen Situationen wieder herauslaviert, ist eine hohe Kunst. Ich verspüre gleichzeitig Bewunderung und Mitgefühl für Charlie. Thief of Night zeigt ganz deutlich die Entwicklung der starken Persönlichkeit Charlie Halls. 

Holly Black schreibt atemberaubend und mit einer Tiefe, die mich diese dunkle Fantasygeschichte durchleben lässt. Ich kann mir kaum vorstellen, wie es eine Fantasywelt ohne Charlie Hall und die Schatten geben könnte. Einmal von ihr erfahren, gibt es keine Welt mehr ohne Charlie Hall. 

Fazit

Thief of Night ist für alle, die den ersten Band der Geschichte um Charlie Hall und die Schatten schon - wie ein Schatten - verschlungen haben. Thief of Night ist ganz großes Kino. 


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Freitag, 25. September 2026

L. G. Berserka - Monster, Mittelalter und Missverständnisse - Kirsten Storm


L.G. Berserka - Monster, Mittelalter und Missverständnisse
Fantasy
Autorin: Kirsten Storm
ISBN 978-8185412763
428 Seiten
erschienen am 10. Juli 2026
Selfpublishing - Independently published






L.G. Berserka - Monster, Mittelalter und Missverständnisse ist der zweite Band der Monster-Reihe aus der Feder von Kirsten Storm und erzählt die Geschichte von Lock Gates, einem Pfleger, der auf zunächst normal und etwas kurios anmutenden Umständen dann auf ziemlich abenteuerliche Weise unfreiwillig zum Hexer wird. 





In diesem Band, Monster, Mittelalter und Missverständnisse führt ihn ein magischer Gegenstand, ein sogenanntes Chronoaltis, direkt ins Mittelalter. Sein Ziel ist es, in der Vergangenheit etwas zu verändern, so dass seine Mit-Wohngemeinschaftsmieterin Nora nicht von einem Werwolf gebissen wird. Mit einer Reise ins Mittelalter hat Lock aber nun wirklich nicht gerechnet - und auch nicht, dass ihn sein Affendämon und ein Werwolf auf seiner Reise begleiten werden. 

Just in dem Moment, in dem ich diese Zeilen schreibe, fühle ich mich schon wieder mitten in der Geschichte. Kirsten Storm hat ein Talent, die magische Welt, die sie förmlich heraufbeschwört, so lebensecht zu schreiben, dass ich keinen Zweifel habe, dass mir die Figuren und die wunderschönen Geschöpfe und Pflanzen auch hier vor meiner Tür begegnen werden. 

Die Geschichte nimmt mich mit und entwickelt solch einen Sog, dass ich das Buch quasi in einem Atemzug - also bis nachts kurz nach 3 Uhr - durchgelesen habe. Ich musste einfach wissen, wie die Geschichte ausgeht. Ihr tut also gut daran, so früh es irgend möglich ist, aufzustehen, zu frühstücken und euch mit Lock und seinem Affendämon auf ins Mittelalter zu begeben. Dann könnt ihr 428 Seiten später zu einer moderaten Zeit wieder ins Bett verschwinden. 

Monster, Mittelalter und Missverständnisse hat mir beim Lesen viel Freude bereitet, die Zeit und alles andere drumherum vergessen lassen und an einigen Stellen musste ich lauthals lachen. Meine Nachbarn haben scheinbar schon tief und fest geschlafen, Beschwerden blieben bis heute aus. Falls ihr also genauso wie ich über schrägen Humor lachen könnt, ist das Buch nichts für den Ruhebereich der Sauna, aber das richtige für euch.


Fazit

L.G. Berserka - Monster, Mittelalter und Missverständnisse ist für alle, die Fantasygeschichten für junge Erwachsene mit schrägem Humor mögen. Ich lieb´s. 
 

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Freitag, 28. August 2026

Leselust Garbsen - Lesung auf Homeyers Hof


Leseabend "Eine Mutter hat ein jeder" auf Homeyers Hof



Der Leseabend des Fördervereins Leselust Garbsen - mit freundlicher Unterstützung des Terzetts Lesestärke 3 - auf Homeyers Hof hat mittlerweile eine schöne Tradition. Unter dem diesjährigen Motto „Eine Mutter hat ein jeder“ durfte ich den Abend mit den Worten „Mamma Mia – Eine Hommage an die wichtigste Frau der Welt. Mutter: Man liebt sie, man braucht sie, man könnte sie auf den Mond schießen. Sie geben ihr Bestes, und es reicht doch nie. Manchmal möchte man ihnen einfach danken. Mit einem Blumenstrauß oder mit den guten Geschichten über sie.“ eröffnen und zitierte dabei den Klappentext des gleichnamigen Buches „Mamma Mia“ mit Geschichten über Mutter aus dem Diogenes Verlag.



Im Verlauf der ersten Hälfte des Programms des Fördervereins Leselust erlebten die Gäste zehn Auszüge aus Geschichten und Büchern namhafter Autorinnen und Autoren wie Helga Schubert, Joachim Meyerhoff, Tove Ditlevsen und Mariana Leky. Die Texte waren allesamt kurzweilig und luden zum Sinnieren, zum Lachen und Mitfühlen ein. Jeder Text wurde von den vortragenden Mitgliedern selbst für das Programm ausgesucht und vorgetragen und der Wechsel der Lesenden stets mit einem passenden Sprichwort zum Thema „Eine Mutter hat ein jeder“ abgerundet.

Den zweiten Part hat nach einer kurzen Pause die Lesestärke 3 – diesmal in veränderter Besetzung – übernommen. Die Lesung beinhaltete Texte unter anderem von Loriot und Erich Kästner und wurde szenisch von Dieter Albrecht gemeinsam mit Gudrun Roggenkamp und Gerhard Steinwedel vorgetragen und sorgte für einen fröhlichen Ausklang. Der Leseabend verging wie im Flug und am Ende verabschiedeten sich viele Gäste persönlich von den Vortragenden und dankten für das besondere Literaturerlebnis.

Constanze Buch, die für diesen exklusiven Abend auf Homeyers Hof in die Tenne einlud, hatte für diesen Abend wieder Köstlichkeiten aus der Hofküche auf der Speisekarte und betonte zur Begrüßung noch einmal, wie schön und wie wichtig es ist, diese kulturellen Veranstaltungen weiter vorzuhalten. Für den Verein Leselust Garbsen e.V. bat sie um eine Hutspende. Aus diesen Spendengeldern werden beispielsweise die Lesetaschen finanziert, die jedes Jahr an die Erstklässler mit einem ersten Buch und einer Lesekarte für die Stadtbibliothek verteilt werden. Ein großartiges wie wichtiges Engagement. Mehr über das Engagement des Vereins und wie ihr ihn unterstützen können, findet ihr auf der Homepage unter https://www.leselust-garbsen.de

 

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Sonntag, 23. August 2026

L. G. Berserka - Monster gibt es doch gar nicht - Kirsten Storm

 

L.G. Berserka - Monster gibt es doch gar nicht
Autorin: Kirsten Storm
Urban Fantasy
ISBN 978-3759235084
416 Seiten
Erscheinungsdatum: 9. September 2024



L.G. Berserka - Monster gibt es doch gar nicht ist der Auftakt der Monster-Reihe von Kirsten Storm. In diesem humorvollen Urban Fantasy Roman geht es um Lock Gates, 28 Jahre alt, Pflegekraft. Mit seinen Freunden Tobi und Nora, mit denen er in einer Wohngemeinschaft lebt, begibt sich Lock in eine Hütte mitten im Wald um sich von einer "Hexe" die Zukunft voraussagen zu lassen. Dabei geht schief, was schief gehen kann und zu dem Gruselcharakter, den der dunkle Wald bei Nacht bietet, stirbt Dorka an einem Herzinfarkt - und überträgt ihre Kräfte an Lock. Leider hat Dorka es verpasst, Lock vor ihrem Ableben darüber zu informieren und ihn zu warnen. So muss Lock auf äußerst schmerzhafte Weise herausfinden, mit welchen Kräften und Kreaturen er es zukünftig zu tun haben wird. 


Lock Gates ist für mich der Vernünftige von den drei Freunden. Ausgerechnet ihn trifft die Gabe der Hexe Dorka. Mit der neuen Kraft des Sehens muss er sich erst einmal bekannt machen. Das sorgt für einigen Wirbel. Selbst seine Freunde Nora und Tobi halten ihn schon für - naja: etwas verrückt. 

Nora scheint für mich sehr romantisch veranlagt und Tobi legt eine ordentliche "Hau-Drauf"-Mentalität an den Tag. Gemeinsam sind sie ein sehr ungewöhnliches Trio, das von Zeit zu Zeit von Locks Freundin Stella verstärkt wird. 

In Monster gibt es doch gar nicht gilt es vor allem erst einmal sich in dieser neuen Parallelwelt zurechtzufinden, in der es von Ungewöhnlichkeiten nur so wimmelt. 

Kirsten Storm lässt mich die Geschichte um Lock hautnah erleben. Egal, ob es die Begegnung im Wald mit Dorka ist oder es sich um einen Arztbesuch handelt: Die Geschichte ist so lebendig erzählt, als könnte Lock im nächsten Moment neben mir im Wartezimmer sitzen oder an mir im Park vorbeispazieren. Selbst seinen neuen Begleiter, den Karawall und Affendämon, kann ich mir bildlich vorstellen. Ein Glück für mich, dass der Karawall mit mir nicht ständig das Gespräch sucht, ganz im Gegensatz und zum Leidwesen von Lock: Lock kann dem Karawall nämlich nicht ausweichen. 

Was ich mit dem kleinen Exkurs sagen will: Kirsten Storm erzählt die Geschichte sehr lebendig und bildhaft - das liebe ich an ihren Geschichten und das ist auch hier wieder spürbar. Ich kann es kaum erwarten, den zweiten Band in Händen zu halten. 

Fazit

L.G. Berserka - Monster gibt es doch gar nicht ist für alle, die Spaß an humoriger Urban-Fantasy haben und sich von einem Affendämon nicht ins Bockshorn jagen lassen. 


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Freitag, 31. Juli 2026

Leselust in Garbsen - Packen der Lesetaschen für Erstklässler

 













Bücher haben für mich immer mehr bedeutet als nur Worte auf Papier. Lesen ist für mich eine Art, Türen zu öffnen: zu Geschichten, zu neuen Welten und zu Menschen. Und genau diese Freude möchte ich möglichst vielen Kindern mitgeben.

Ich liebe Bücher und das Lesen - und die Möglichkeit, dass Kinder und Jugendliche kostenfrei über die Bibliothek immer neue Buchtitel entdecken können. Deshalb engagiere ich mich im Verein Leselust. Am 5. August packe ich zusammen mit den Mitgliedern wieder Lesetaschen für Erstklässler in den Räumen unserer Stadtbibliothek. In den Taschen steckt ein altersgerechtes Buch, außerdem Informationen zur ersten eigenen Lesekarte und der Flyer des Vereins Leselust - damit aus der ersten Neugier direkt der nächste Schritt ins Lesen wird. 

Ich freue mich darauf und wünsche mir, dass dieses kleine Startpaket bei den Kindern Lust macht, selbst Bücher zu entdecken - und wer gern mitmachen möchte, ist beim Verein Leselust in Garbsen e.V. herzlich willkommen.

Ans Herz legen kann ich euch zudem unsere Lesung auf Homeyers Hof. In diesem Jahr wird unsere Veranstaltung am 27. August ab 18 Uhr stattfinden. Das Motto lautet "Eine Mutter hat ein jeder" und wir haben bei der Vorstellung unserer Texte schon herzlich gelacht. Ich kann es kaum erwarten, die Texte aufgeführt zu erleben und würde mich sehr freuen, euch zu sehen.


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Sonntag, 14. Juni 2026

Träume aus Feuer - Florian Illies


Träume aus Feuer
Pfaueninsel Verlag
Autor: Florian Illies
ISBN 978-3-691-31005-4
144 Seiten
erschienen am 1. Juni 2026



Träume aus Feuer erzählt die Geschichte von Johannes Kunckel. Johannes Kunckel ist Alchemist und soll am Hof des Kurfürsten in Brandenburg Silber zu Gold umwandeln.

Irgendwann versteht auch der Kurfürst, dass Johannes Kunckel es wohl auch nicht fertigbringen wird, Silber in Gold zu verwandeln. Was aber Johannes Kunckel kann, ist erstklassiges Glas in Form zu bringen und rubinrot einzufärben. Dass Johannes dafür eher Gold verschwinden lässt, statt es zu produzieren - nun ja, ein bisschen Schwund ist immer. 

Als großzügige Geste erhält Johannes Kunckel vom Kurfürsten die Pfaueninsel geschenkt. Mit der winzigen Auflage, dort weiterhin wundervolle Gläser herzustellen, die Infrastruktur auf der Insel zu errichten und einen kleinen Mitarbeiterstab zu beschäftigen. Die Neider bekommt Johannes on top. 

Die Geschichte von Johannes Kunckel wird mit einem Augenzwinkern erzählt, hält sich aber an die historischen Tatsachen. Erzählendes Sachbuch - so könnte man es nennen. Die Geschichte liest sich sehr kurzweilig und ist auch gut zusammengefasst, so dass keine Längen entstehen. 

Florian Illies schafft es mit seinem Erzählstil mich als Leserin bei den Fakten zu halten, ohne mich mit Informationen zu überborden. So vergeht die Zeit an der Seite von Johannes Kunckel viel zu schnell und ich hätte gern mehr erfahren über die Menschen auf der Pfaueninsel und am Hof des Kurfürsten. 

Fazit

Träume aus Feuer ist für jeden, der einen unterhaltsamen Ausflug in die Vergangenheit an der Seite von Johannes Kunckel, Alchemist und Glasbläser, machen möchte. Ich habe die Geschichte sehr genossen.  


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