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Freitag, 28. August 2026

Leselust Garbsen - Lesung auf Homeyers Hof


Leseabend "Eine Mutter hat ein jeder" auf Homeyers Hof



Der Leseabend des Fördervereins Leselust Garbsen - mit freundlicher Unterstützung des Terzetts Lesestärke 3 - auf Homeyers Hof hat mittlerweile eine schöne Tradition. Unter dem diesjährigen Motto „Eine Mutter hat ein jeder“ durfte ich den Abend mit den Worten „Mamma Mia – Eine Hommage an die wichtigste Frau der Welt. Mutter: Man liebt sie, man braucht sie, man könnte sie auf den Mond schießen. Sie geben ihr Bestes, und es reicht doch nie. Manchmal möchte man ihnen einfach danken. Mit einem Blumenstrauß oder mit den guten Geschichten über sie.“ eröffnen und zitierte dabei den Klappentext des gleichnamigen Buches „Mamma Mia“ mit Geschichten über Mutter aus dem Diogenes Verlag.



Im Verlauf der ersten Hälfte des Programms des Fördervereins Leselust erlebten die Gäste zehn Auszüge aus Geschichten und Büchern namhafter Autorinnen und Autoren wie Helga Schubert, Joachim Meyerhoff, Tove Ditlevsen und Mariana Leky. Die Texte waren allesamt kurzweilig und luden zum Sinnieren, zum Lachen und Mitfühlen ein. Jeder Text wurde von den vortragenden Mitgliedern selbst für das Programm ausgesucht und vorgetragen und der Wechsel der Lesenden stets mit einem passenden Sprichwort zum Thema „Eine Mutter hat ein jeder“ abgerundet.

Den zweiten Part hat nach einer kurzen Pause die Lesestärke 3 – diesmal in veränderter Besetzung – übernommen. Die Lesung beinhaltete Texte unter anderem von Loriot und Erich Kästner und wurde szenisch von Dieter Albrecht gemeinsam mit Gudrun Roggenkamp und Gerhard Steinwedel vorgetragen und sorgte für einen fröhlichen Ausklang. Der Leseabend verging wie im Flug und am Ende verabschiedeten sich viele Gäste persönlich von den Vortragenden und dankten für das besondere Literaturerlebnis.

Constanze Buch, die für diesen exklusiven Abend auf Homeyers Hof in die Tenne einlud, hatte für diesen Abend wieder Köstlichkeiten aus der Hofküche auf der Speisekarte und betonte zur Begrüßung noch einmal, wie schön und wie wichtig es ist, diese kulturellen Veranstaltungen weiter vorzuhalten. Für den Verein Leselust Garbsen e.V. bat sie um eine Hutspende. Aus diesen Spendengeldern werden beispielsweise die Lesetaschen finanziert, die jedes Jahr an die Erstklässler mit einem ersten Buch und einer Lesekarte für die Stadtbibliothek verteilt werden. Ein großartiges wie wichtiges Engagement. Mehr über das Engagement des Vereins und wie ihr ihn unterstützen können, findet ihr auf der Homepage unter https://www.leselust-garbsen.de

 

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Wenn dir dieser Artikel gefällt und du meine Arbeit unterstützen möchtest, freue ich mich über einen Beitrag von dir über Paypal.  




Donnerstag, 30. September 2021

Arno Strobel - Sharing

 

Seit dem 29. September 2021 ist der neueste Standalonethriller von Arno Strobel auf dem Markt: Sharing - Willst du wirklich alles teilen? Und heute stellt er sein neues Buch in der Apostelkirche in Hannover vor. Zu dieser Veranstaltung eingeladen hat die Buchhandlung Leuenhagen & Paris, die guter Dinge ist, auch bald wieder Veranstaltungen in den eigenen Räumlichkeiten stattfinden zu lassen.


Arno Strobel und Cornelia Fett, Apostelkirche Hannover



Doch zurück zu Sharing: Wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht, klingt auf jeden Fall erst einmal alles positiv. Aber wirklich alles zu teilen ist selbst den Protagonisten Markus und Bettina irgendwann zuviel. 






Heutzutage kommt niemand mehr an den Gedanken an Nachhaltigkeit vorbei und so hat auch Arno Strobel dieses Thema beschäftigt. Als Krimiautor muss er bei den Themen, über die er schreiben will, auch immer einen negativen Aspekt finden und beleuchten, erzählt er. Und da er es selbst gut findet, unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit Dinge zu teilen, musste er sich schon etwas besonderes einfallen lassen. Denn auf den ersten Blick gibt es da nichts Negatives zu entdecken. 

Bevor Arno Strobel nach diesem Einstieg an die Lesung aus seinem aktuellen Buch ging, berichtete er noch, wie er auf die Idee kam, eine Spendenaktion für den Weissen Ring gekoppelt an den Erscheinungstermin von Sharing ins Leben zu rufen.

Zuerst dachte er an einen aktuellen Anlass - die Hilfe für die Opfer der Flutkatastrophe. Total wichtig! Doch als Arno Strobel an die Opfer dachte, überlegte er sich, dass eine Spendenaktion für alle Opfer noch besser angelegt wäre. Und dabei fiel die Wahl schnell auf den Weissen Ring. Der Weisse Ring kümmert sich darum, dass Opfer schnellstmöglich Hilfe erlangen. Denn bei all den schlimmen Taten wird zunächst immer nur auf die Täter geschaut und dafür gesorgt, dass sie schnell resozialisiert werden können. Das ist immerhin auch eine präventive Opferhilfe, doch die Opfer der bereits geschehenen Tat benötigen auch Hilfe. Und auf diese müssen sie lange warten. 

Wer wissen möchte, wie er sich selbst beim Weissen Ring einbringen kann, schaut gern mal auf der Internetseite vorbei. Natürlich seid Ihr auch herzlich eingeladen, an dem Charitywalk von Arno Strobel teilzunehmen. Die Informationen dazu sind supertoll auf der Seite von www.sharing-thriller.de dargelegt. Momentan versucht Arno Strobel mit seinen Lesern symbolisch die Welt zu umrunden. Auch Ihr könnt teilnehmen. Von den schlappen 40.000 km sind bereits 33.000 km erreicht. Bis zum 9. Oktober 2021 könnt Ihr Eure Schritte noch anmelden. Es werden auch noch kleine und große Sponsoren gesucht. Eure Ideen sind herzlich willkommen.





Vor etwa einer Woche war Arno Strobel schon einmal in Hannover zum Charitywalk. Vielleicht ist er demnächst auch in deiner Nähe? Die Termine gibt es ebenfalls auf der Seite zu sehen. 







Nach all diesen wichtigen und spannenden Informationen hat Arno dann noch aus seinem Buch vorgelesen. Da ich das Hörbuch bereits gehört habe und auch noch die Stimme von Sascha Rotermund im Gedächtnis hatte, war ich hin- und hergerissen, wer denn nun eindrücklicher liest. Nun ja, mit ein bisschen Übung könnte Arno Strobel seine Geschichten sicher auch selbst einlesen. 

Du möchtest wissen, ob das Buch oder Hörbuch auch etwas für Dich ist? - Meine Rezension zum Hörbuch ist bereits erschienen. Sascha Rotermund hat seine Sache wirklich toll gemacht. Sehr gut gelesen. Das richtige Tempo, Zurückhaltung an den richtigen Stellen und Tempo, wo es in der Geschichte drauf ankommt. Als Hörer der Geschichte war ich manchmal etwas atemlos, obwohl ich ja selbst dabei "den Schnabel halte". 

Wenn Ihr mehr erfahren wollt, wie es den Protagonisten Bettina und Markus ergehen wird und wie deren Sharing-Unternehmen in ihrer Umgebung ankommt, schaut unbedingt rein. 

Und wenn Ihr nun Arno Strobel selbst einmal live erleben wollt, schaut unbedingt auf seiner Homepage vorbei, wann er in Eurer Nähe ist. Es lohnt sich. 

Vor allen Dingen die Fragen, die am Ende einer Lesung gestellt werden, sind für mich immer spannend. Auch wenn die eine oder andere Frage bereits zu einem früheren Zeitpunkt gestellt wurde: die Antworten variieren. Nicht, weil es vielleicht nicht stimmt oder Arno Strobel es sich anders überlegt hätte. Aus der Lebenssituation heraus ist die Gewichtung oft anders, so dass ein anderes Thema vordringlicher wird. Oder die Umstände ändern sich. 

Das ist für mich total spannend zu verfolgen, denn so lerne ich den Autor, den Mensch hinter den Geschichten, besser kennen. 

Und nun bin ich gespannt, was Ihr zu berichten habt. Erzählt mir von Euren Lesungserlebnissen! 

Herzlichst, Eure Connie

Donnerstag, 21. Februar 2019

Lesemomente im Februar und März 2019


Nur noch ein paar wenige Stunden, dann wird das Programm der Leipziger Buchmesse veröffentlicht. - Ich kann es kaum erwarten und hätte am allerliebsten jetzt schon mein Programm erstellt. Am 21. März 2019 öffnen sich schließlich die Tore und da möchte ich gut vorbereitet sein.

Noch haben wir aber Februar und quasi vor der Tür ganz wundervolle Begegnungen mit bekannten und neuen Autoren und tollen Geschichten.


Ellen Sandberg und Cornelia Fett bei Leuenhagen und Paris 2019


Im Februar hatte ich bereits das Vergnügen, Ellen Sandberg zu treffen. Ellen Sandberg heißt eigentlich Inge Löhning und schreibt Kriminalromane. Die Leser ihrer Krimis erwarten natürlich, wenn sie zum nächsten Inge-Löhning-Buch greifen, auch den neuesten Kriminalroman und nicht etwa einen Spannungs- und Familienroman, der sich mit Themen aus der jüngeren Vergangenheit beschäftigt.


Daher schreibt Inge Löhning unter dem Pseudonym Ellen Sandberg diese Geschichten. Im letzten Jahr hatte sie Die Vergessenen vorgestellt und an diesem 7. Februar 2019 hat sie ihren neuesten Roman Der Verrat mitgebracht. Die Lesung und auch das Buch haben mich sehr in den Bann gezogen und ich freue mich schon auf die Geschichte.
Schon ihr Werk Die Vergessenen hat ausgezeichnete Kritiken erhalten. Und nun kann ich es kaum erwarten, beide Bücher zu lesen.



Am Valentinstag war Tom Hillenbrand bei Leuenhagen und Paris zu Gast. Bittere Schokolade heißt sein neuestes Werk. Dabei handelt es sich um einen kulinarischen Krimi. Xavier Kieffer ist unser Protagonist und eigentlich Koch in Luxemburg. Doch die Liebe macht ihn schwach und lässt ihn in die Nähe von Brüssel zu seiner Jugendliebe Ketti Faber reisen. Natürlich geht es um die Liebe zur Schokolade, denn Ketti ist Patisseurin und hat gerade eine neue Schokoladenmanufaktur eröffnet. - Doch, was wäre ein Krimi ohne Todesfall. Ketti wird ermordet und der Koch zum Ermittler.

Tom Hillenbrand erzählte sehr kurzweilig von seinen Recherchetätigkeiten für diesen Krimi. Unvorstellbar, dass er für diese Recherchearbeit dann auch noch extra die beste Schokolade hat liefern lassen, um selbst nachzuspüren, wie gute Schokolade schmeckt und was es für feine Unterschiede gibt. Spaß beiseite!

Tom Hillenbrand schreibt nicht nur kulinarische Krimis, er bedient auch andere Genres. Im letzten Jahr war Tom Hillenbrand mit Hologrammatica, einem Science-Fiction-Thriller, auf Lesereise. Und ich entschied mich in der Buchhandlung spontan dazu, seinen historischen Roman Der Kaffeedieb mit nach Hause zu nehmen. Natürlich über den Umweg zur Kasse.

Nun ist es für mich gar nicht so einfach, mich zu entscheiden, mit welchem Buch ich nun beginne. Schließlich liebe ich Kaffee und Schokolade gleichermaßen.





Am vergangen Sonntag hatte ich die Gelegenheit, hier in Hannover die Aufführung des Theaterstückes Passagier 23 anzusehen. Wer die Psychothriller von Sebastian Fitzek mag und die Möglichkeit hat, sich rechtzeitig um eines der begehrten Tickets zu kümmern: ich kann es nur empfehlen. Meinen Artikel mit näheren Einzelheiten findet ihr hier.





Susanne Saygin hat mit ihrem Debüt im Genre Thriller das Buch Feinde über den Heyne Verlag herausgegeben. Zuvor hat sie Sachbücher geschrieben, doch eine Begegnung -  vor allem mit sich selbst - hat sie nicht losgelassen und dazu veranlasst zu recherchieren, zu reisen, nachzufragen und sich die Zeit für einen spannungsgeladenen Gesellschaftsthriller zu nehmen.
Protagonist in diesem Thriller ist Can. Ein deutsch-türkischer Polizist, der sich plötzlich einem Doppelmord im Roma-Milieu gegenüberstehen sieht. Es geht um Korruption, Menschenhandel und schließlich für Can nur noch ums Überleben.

Susanne Saygin und Cornelia Fett bei Leuenhagen und Paris


Susanne Saygin hat in ihrer Lesung bei Leuenhagen und Paris am 18. Februar 2019 auf eben genau diese Umstände und die Ausbeutung der Menschen aufmerksam gemacht. Der eine oder andere Leser wäre sicher gern anschließend noch zu einer Diskussionsrunde dageblieben. Susanne Saygin hat viele Fragen aufgeworfen und auch sehr eindrucksvoll von ihren persönlichen Erfahrungen erzählt. Von ihren Erfahrungen, die sie in Köln gesammelt hat und von ihren Erfahrungen, die sie auf ihrer Recherchereise machen konnte.

Auch wenn Charaktere und Begebenheiten in diesem Thriller frei erfunden sind, so ist der Thriller doch realitätsnah und dem wahren Leben nachempfunden.


Das wahre Leben.
Am Donnerstag, dem 21. Februar 2019 ist Vanessa Münstermann bei Leuenhagen und Paris zu Gast. Dort wird - an diesem Donnerstag - Vanessa Münstermann ihr Buch vorstellen.
Ich freue mich sehr, diese mutige Frau persönlich kennenzulernen.

Vanessa Münstermann ist Schreckliches widerfahren: ihre einst große Liebe rächt sich nach der Trennung mit einem Angriff auf sie. Ein Angriff, bei dem er ihr Schwefelsäure ins Gesicht schüttet. Die Medien haben seinerzeit darüber berichtet. Viele Menschen haben ihr die Daumen gedrückt. Vanessa Münstermann überlebte diesen Angriff nur knapp, lag im Koma und musste sich bislang mehr als 20 Operationen unterziehen. Und dennoch gibt sie nicht auf. Sie gründet den Verein AusGezeichnet e.V. um anderen Opfern von Gewaltverbrechen und Entstellten zu helfen und schrieb das Buch Ich will mich nicht verstecken. Ich finde das ausgesprochen mutig. Zumal ihr Ex-Freund und Täter sie aus dem Gefängnis heraus noch bedroht und gesagt hat, sie solle nicht an die Öffentlichkeit gehen und sich aus den Medien zurückziehen. Auch wenn ihre körperlichen und sicher auch ihre seelischen Wunden noch lange nicht verheilt sind - und es wohl auch nie ganz werden - stellt sie sich ihren Ängsten, ihren Problemen, ihrer Umwelt und steht groß, stark und mutig mitten im Leben und mit ihrem Verein für andere ein.

In ihrem Buch schildert Vanessa Münstermann ihren Weg zurück ins Leben. Nach dem Säureanschlag hat sich ihr Leben verändert. Sie hat gelitten und musste Vieles neu lernen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass es sicher schwierig für Vanessa Münstermann war, vor allem wieder Vertrauen zu fassen.


Bevor ich nun im März zur Buchmesse fahre, freue ich mich noch ganz besonders auf die Lesung von Stephanie von Hayek. Bei Leuenhagen und Paris findet die Premierenlesung ihres Debüts Als die Tage ihr Licht verloren statt.
In dem Buch Als die Tage ihr Licht verloren geht es um ein Stück deutscher Geschichte. Diese Geschichte - mit realem Hintergrund - spielt in Berlin und wird mit der fiktiven Geschichte zweier Schwestern verwoben: Linda und Gitte. Beide genießen in ihrem gutbürgerlichen Elternhaus ihre Jugend, doch der Krieg und die Nachwehen strecken unbarmherzig ihre Fühler aus.
Ich freue mich sehr auf die Begegnung mit Stephanie von Hayek und eine sicher sehr emotionale und spannende Lesung.


Nach der Leipziger Buchmesse freue ich mich noch auf zwei weitere tolle Lesungen in Hannover:

Am Dienstag, dem 26.  März 2019 wird Lilli Beck ihren Roman Mehr als Tausend Worte bei Leuenhagen und Paris vorstellen. Einen Tag zuvor erscheint das Buch und wird über den Verlag Blanvalet der Random House Gruppe herausgegeben.

Mehr als tausend Worte spielt in Berlin im Jahr 1938 und beim Lesen der ersten Zeilen der Leseprobe kann ich geradezu schon dieses Entsetzen spüren, das Aliza gefühlt haben muss. Aliza ist die Protagonistin und ich kann es kaum erwarten, sie auf ihrer Reise zu begleiten.

Auch wenn ich nun total gespannt auf das Buch bin, ich freue mich auch sehr darüber, Lilli Beck zu begegnen. Lilli Beck, diese wunderschöne Frau mit diesem offenen Lächeln und diesem wissenden Blick. Lilli Beck hat seinerzeit eine Ausbildung zum Großhandelskaufmann bei einem Autohändler abgeschlossen und sich davon keinesfalls ausbremsen lassen, sondern ist - durch tolle Möglichkeiten - geradezu auf der Überholspur gelandet. Sie wurde von einer Modelagentin in München in einer Disco entdeckt. Von dort ging es nach Paris und unter anderem auf die Hochglanzseiten namhafter Modezeitschriften. Wer noch die LP von Marius Müller-Westernhagen Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz zu Hause hat, kann bei einem Blick auf das Cover feststellen, dass niemand anderes als Lilli Beck als Covergirl darauf zu sehen ist. - Doch das ist lange nicht alles, was Lilly Beck geschaffen hat. Und nun ist sie als Autorin unterwegs und wir dürfen uns sicher auf eine sehr lebendige und unterhaltsame Lesung freuen.


Am Donnerstag, dem 28. März 2019 wird Marc Elsberg seinen neuen Roman Gier bei Hugendubel vorstellen. Das Buch erscheint bereits am 25. Februar 2019 und wird vom Verlag Blanvalet der Random House Gruppe herausgegeben.

Marc Elsberg und Cornelia Fett bei Leuenhagen und Paris 2017


Marc Elsberg schafft es, in seinen Büchern Spannung und Wissen zu vereinen. Mit Blackout, Zero und Helix hat er Bestseller herausgegeben. Und auch sein neuester Thriller Gier nimmt mich bereits mit den ersten Zeilen mit ins Geschehen.


Marc Elsberg und Cornelia Fett


Mit diesen tollen Lesungen - noch kommenden und gewesenen - verabschiede ich mich zunächst in die Buchmessezeit. Gelegentlich lasse ich mit dem einen oder anderen kurzen Artikel von mir hören. Auf jeden Fall findet ihr aber unter dem Hashtag #lilislesemomente bei Instagram Eindrücke von Lesungen und der Buchmesse.

Eine schöne Lesezeit wünsche ich Euch!






Donnerstag, 3. Januar 2019

Lesemomente im Januar 2019


Einen guten Start ins neue Jahr mit vielen neuen tollen spannenden Geschichten wünsche ich Euch.

Das neue Jahr hält wieder wunderbare Lesungen für uns bereit. Im Januar freue ich mich besonders auf die folgenden Autoren:

Am Donnerstag, dem 10. Januar 2019 wird Lorenz Stassen bei Leuenhagen und Paris in Hannover sein neues Buch Blutacker präsentieren. Blutacker ist der zweite Krimi um den jungen Anwalt Nicolas Meller und Nina Vonhoegen.

Lorenz Stassen und Cornelia Fett, Hannover 2018


Wer die beiden Protagonisten noch nicht kennt, sollte nicht zögern und sich den ersten Band Angstmörder besorgen. Neugierig auf das Buch hat mich - vor ungefähr einem Jahr - der Autor selbst gemacht: bei seiner Lesung bei Leuenhagen und Paris in Hannover. Wer mag, wirft einen Blick in meinen Artikel darüber. Ich freue mich schon auf diese Lesung, seitdem feststeht, dass er das Buch schreibt und wieder dort vorstellen wird.


Am Montag, dem 14. Januar 2019 dürfen wir uns auf Sven Stricker freuen. Die Lesung findet bei Leuenhagen und Paris in Hannover statt. Der Titel des Buches lautet Sörensen fängt Feuer. Dabei handelt es sich bereits um den zweiten Fall des angstgestörten Kommissars. Der erste Fall um Kriminalkommissar Sörensen wird derzeit als Miniserie verfilmt. Darin wird Bjarne Mädel nicht nur die Hauptrolle übernehmen sondern erstmals auch als Regisseur tätig sein. Bjarne Mädel wurde bekannt durch seine Rolle in Stromberg. Wo die Serie anschließend zu sehen sein wird, steht allerdings im Moment noch nicht fest. Die Neugierigen unter uns werden sich sicherlich nicht so lange gedulden und schon einmal den ersten Fall Sörensen hat Angst lesen. - Falls sie ihn nicht ohnehin bereits kennen.


Anne Jacobs wird am Donnerstag, dem 17. Januar 2019 zu Gast bei Leuenhagen und Paris sein und ebenfalls einen zweiten Band vorstellen: den zweiten Band ihrer Gutshaus-Saga. Im November 2017 erschien Band 1 Das Gutshaus - Glanzvolle Zeiten und nun am 10. Dezember 2018 Band 2 Das Gutshaus - Stürmische Zeiten. Ich bin gespannt, wie es auf Gut Dranitz weitergeht. Die Gutshaus-Saga ist auf insgesamt drei Bände ausgelegt.


Weiter geht es am Montag, dem 21. Januar 2019 im Schauspiel Hannover mit Takis Würger. Takis Würger ist in Hannover aufgewachsen, schreibt Romane für den Hanser Verlag und ist für den Spiegel als Redakteur tätig. Mit seinem Debütroman Der Club gelang ihm ein Bestseller. Der Club wird zurzeit verfilmt. Das Buch, das er am 21. Januar 2019 vorstellen wird, handelt von einer jungen Frau namens Stella. Stella ist Jüdin. Sie lebt in Berlin, es ist 1942. Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit. Das Buch erscheint am 14. Januar 2019. Ich bin sehr gespannt auf dieses Buch und sehr traurig, dass ich am 21. Januar 2019 nicht in Hannover bei der Lesung dabei sein kann.
Veranstaltet wird die Lesung von Leuenhagen und Paris, wo ihr auch die Karten für die Lesung bekommen könnt.

Es wird aber nicht die einzige Lesung sein, die Takis Würger hält. Auf seiner Website sind die Daten der Lesungen aufgelistet. Wer mag, kann dort unter Angabe seiner E-Mail-Adresse bereits das erste Kapitel anfordern.


Arno Strobel schickt seinen Kommissar Max Bischoff in seinen nächsten Fall. Im Kopf des Mörders lautet der Begleittitel der aus drei Bänden bestehenden Mini-Serie. Dieser dritte Band trägt den Titel Toter Schrei. Wer die beiden vorangegangenen Bände kennt, weiß, dass man beim Lesen vor Spannung bald umkommen kann. Im Januar 2017 erschien Band 1 Tiefe Narbe, im Januar 2018  Band 2 Kalte Angst und nun erscheint am 23. Januar 2019 Band 3 Toter Schrei.
Nur einen Tag darauf, am Donnerstag, dem 24. Januar 2019, wird Arno Strobel zu Gast bei Leuenhagen und Paris in Hannover sein.
Und wer Arno Strobel kennt, weiß, dass seine Lesungen sehr kurzweilig und amüsant sind. Gern wäre ich auch wieder bei dieser Lesung dabei. Wer mag, wirft einen Blick in meinen Artikel über die Lesung aus Kalte Angst.


Ich hoffe, ich konnte euch mit meiner Auswahl für den einen oder anderen Titel oder für den Besuch einer oder mehrerer Lesungen begeistern. Gern erfahre ich auch, für welche Lesung ihr euch entschieden habt oder ob wir uns bei einer dieser Gelegenheiten sehen werden.



Mittwoch, 26. Dezember 2018

Dornenherz - Karen Rose


Dornenherz
Autor: Karen Rose
Verlag: Knaur
erschienen am 2. November 2018
812 Seiten
ISBN 978-3-426-22678-0
Band 4 der Dornen-Reihe




Die Dornenreihe


Dornenherz ist der Abschlussband der vierteiligen Reihe, die ihren Schauplatz in Cincinnati, Ohio, hat. Im Mittelpunkt dieser Reihe stehen FBI-Agents, Detectives, Psychotherapeuten, Journalisten. Alles Menschen, die mitten im Leben und im Berufsleben stehen. Alles Menschen, die schon vieles erlebt und gesehen haben, dass es zu verarbeiten gilt.


"Sie nickte. "Deshalb sehe ich zu, dass ich immer in Bewegung bleibe." 
"Aber du musst auch in der Lage sein, mit den Zeiten zurechtzukommen, in denen nichts passiert." - Seite 453 


Alles Menschen, die sich - wie im wahren Leben - nicht nur Freunde schaffen. Diese vier Bände beinhalten jeweils abgeschlossene Geschichten, bauen aber dennoch aufeinander auf, denn die jeweiligen Hauptcharaktere lernen wir am besten in dem jeweiligen Band kennen und können so - wenn in den Folgebänden wieder von ihnen gesprochen wird - auf die Besonderheiten dieser Personen blicken.

Wer sich dennoch dazu entscheidet, zuerst den zweiten, dritten oder vierten Band zu lesen, dem hilft vielleicht der Tipp, sich auf den letzten Seiten des Buches die Kurzdarstellung der Bände und deren Hauptcharaktere durchzulesen. Es ist zwar nur ein Mini-Eindruck, erleichtert aber, die Namen den jeweiligen Charakteren zuzuordnen.

Warum erzähle ich Euch das?
Mir ist es anfangs schwer gefallen, in diesem vierten Band die Namen den Charakteren zuzuordnen. Ich hatte zuvor Dornenmädchen, den ersten Band, gelesen. Das ist nun schon ein bisschen her. Und dennoch fühlte ich mich anfangs sicher, da ich ja die Anfangsgeschichte kannte. Doch während des Lesens stellte ich fest, dass ich immer wieder bei den verschiedenen Namen "hängenblieb".
Nun wollte ich aber unbedingt gleich Dornenherz lesen.

Meine Empfehlung daher: Lest die Reihe auch hübsch der Reihe nach.


Inhalt und Personen


Unsere beiden Protagonisten in Dornenherz sind Meredith Fallon, die als Kinder- und Jugendpsychologin arbeitet und Detective Adam Kimble, der derzeit beim Cincinnati Police Department (CPD) tätig ist.

Beide sehen sich einem skrupellosen Täter gegenüber, der vor Morden nicht zurückschreckt. Schnell wird klar, dass dieser Täter nicht allein Handeln kann, da in schneller Abfolge mehrere Morde geschehen, die zwar nicht ortsnah erfolgen, aber dennoch offenkundig zusammenhängen.


Meine Meinung


Ich habe dieses Buch zur Hand genommen und mich sehr über die Fortsetzung der Reihe gefreut. Der erste Band Dornenmädchen hatte mich seinerzeit so gefesselt, dass ich Karen Rose zu einer meiner Lieblingsautorinnen gekürt habe.

Trotzdem ist es passiert, dass ich die beiden Folgebände "verpasst" habe. Das hinderte meinen Lesefluss, als es um die "altbekannten" Freunde und Kollegen in diesem Buch ging.
Der Spannung tat es jedoch keinen Abbruch.

In den Passagen, in denen die kriminalistischen Handlungen und der Tathergang vollzogen wird, kann ich kaum aufhören zu lesen und halte den Atem an. Glücklicherweise ist das Buch in kürzere Kapitel unterteilt. Immer mit Orts- und Zeitangabe. Es ist kaum zu fassen, dass sich die Geschichte rasend schnell innerhalb einer knappen Woche auf den über 800 Seiten abspielt.

Die Charaktere lerne ich auf diesen Seiten nach und nach kennen. Durch ihre Handlungen, durch ihre Beziehungen zu den einzelnen Personen und durch ihre besonderen Charakterzüge.

Wenn man mich fragt, was dieses Buch ausmacht, würde ich sagen, es ist ein Buch das Sex, Missbrauch, Mord sowie Familie und Freundschaft verbindet.

Ich komme darauf, weil ich nach der Lektüre des Buches dachte: Wow! Das ist wie Sex, Drugs und Rock´n´Roll! Das trifft es. Man gelangt beim Lesen in eine Achterbahn der Gefühle.


"Verklemmte Idioten. Er lebte in einem Land voller prüder, verklemmter Idioten. - Seite 733


Und ich bekomme beim Lesen Lust auf weitere Recherche-Arbeiten. Ich prüfe gern Details, die mir auffallen. So ist in dem Buch von einem Tactical-Pen die Rede. Da musste ich erstmal schauen, wie denn so ein Stift aussieht, was der kann und vor allem, ob ich den auch selbst käuflich erwerben kann. Ich kann.

Bei all der Recherche ist Karen Rose in diesem Thriller nicht nur nah an unseren Protagonisten, sondern auch nah bei dem Täter und nah bei den Zielpersonen.


"Dass ich kein schlechtes Gewissen haben soll, weil ich über seine Scherze gelacht habe, obwohl ich doch eigentlich trauern sollte. Dass mein Herz nur eine kleine Pause macht, wenn ich lachen muss." - Seite 423


Es gibt immer mal wieder Gelegenheit zum Durchatmen bei dieser Geschichte. Doch sollte man nicht allzu lange darauf vertrauen. Ich als Leser bleibe die ganze Zeit interessiert bei der Geschichte. Ich muss wissen, wie es zum Ende kommt. Auch wenn ich nicht will, dass dieses Buch endet.


Fazit


Ich habe diesen vierten Band sehr genossen. Gern nehme ich wieder ein Buch von Karen Rose zur Hand und lasse mich durch eine spannungsgeladene Geschichte leiten, die auch die Psyche und die menschliche Seite der Protagonisten zum Tragen kommen lässt. Das Buch ist für alle, die komplexe Handlungen mit zwischenmenschlichen Begebenheiten in einem hochspannenden Thriller mögen.


Bonus


Als Besucher meiner Seite findet ihr hier noch die Links zu meiner Rezension von Dornenmädchen und dazu meinen Artikel über die Lesung von Karen Rose am 22. Oktober 2015 in Hannover.
Die Bibliografie verlinke ich Euch hier auch gleich noch.







Sonntag, 9. September 2018

Blogparade "Harry Potter und die Magie des Lesens - Wie Harry Potter (meine) Kinder zu Lesern macht"


20 Jahre Harry Potter! Wer hätte seinerzeit gedacht, dass es heute - 20 Jahre später - solch ein wundervolles Jubiläum geben würde? Ich kann mich noch genau erinnern: der Hype um den Jungen, der ein Zauberer war und auf die Schule für Zauberei und Hexerei gehen sollte, war damals schon groß.



So wie Mr. Dursley, Onkel Vernon, damals schrie:

"Ich bezahle keinen hirnrissigen alten Dummkopf, damit er ihm Zaubertricks beibringt"! - Harry Potter und der Stein der Weisen, Seite 68 -


habe ich mich erst einmal zurückgehalten. Bei Erscheinen von Band 2 war ich hin- und hergerissen zwischen "Bin ich zu alt für einen Jungen, der entdeckt, dass er ein Zauberer ist?" "Bin ich zu alt für diese Art von Literatur?" und "Wenn die Geschichte alle so wunderbar finden, warum lese ich die nicht auch?"

Heute, anlässlich des 20jährigen Jubiläums von Harry Potter, dem #20yearsofmagicde, bin ich froh, dass ich mich lediglich vorerst um die ersten drei Bände gedrückt habe und zum Erscheinen von Band 4 die Neugierde so groß wurde, dass ich mich nicht mehr stoppen konnte: ich fuhr in die Stadt und kaufte die Vorgängerbände und wartete sehnsüchtig auf das Erscheinen von Band 4 "Harry Potter und der Feuerkelch". In diesen Stunden des Lesens musste die Familie ohne mich klar kommen. An dieser Stelle möchte ich mich bei meinem Mann bedanken, der ohne mit der Wimper zu zucken an diesen Tagen das Koch- und Backgeschehen sowie die Bespaßungseinheiten für die Kinder übernahm, damit ich ungestört in die Geschichte von Hogwarts eintauchen konnte. Hogwarts, der Schule für Hexerei und Zauberei.

Und dann hieß es ein Jahr warten! Ein ganzes Jahr warten, bis der nächste Band herauskommen würde.

Ich kann Euch gar nicht sagen, wie sehr ich dem Moment entgegenfieberte, bis der nächste Teil erschien. Natürlich habe ich kurz zuvor die Vorgängerbände alle noch einmal gelesen.

Auch wenn sämtliche Bücher - wie ich finde - grandios verfilmt wurden: die Bücher sind die wahren Geschichtenerzähler! Noch nie konnte ich so in einer Geschichte "verschwinden", wie in den Harry Potter Bänden. Es geht um Freundschaft, um Liebe, um Zusammenhalt, um die weniger schönen Eigenarten - in uns und unseren Gegenspielern, um Vertrauen und um die Möglichkeit die eigenen Grenzen zu überwinden. Und es geht um das Alleinsein. Die Verletzlichkeit. Das Ausgrenzen und auch das Abgrenzen. Alles wichtige Attribute, die ein Mensch, ein Muggel, benötigt um Heranzuwachsen und sich seine eigene Meinung zu bilden. Ganz so wie Harry Potter, der selbstbewusst sagt: "Danke! Aber ich entscheide selbst …".

Für Kinder als auch für Erwachsene finde ich daher diese Bücher um Harry Potter unendlich bereichernd. Auch bieten sie sprachlich einiges an Potential! Und: wir Erwachsenen können uns richtig gut austoben, wenn wir unseren Sprösslingen daraus vorlesen. - Oder, wir lassen Rufus Beck das Vorlesen mit den Hörbüchern übernehmen und genießen einfach mit.

Wenn unsere Kids heutzutage einen Zugang zum Bücherlesen benötigen, würde ich immer Harry Potter wählen.

Gerade deshalb finde ich es grandios, dass der Carlsen Verlag unermüdlich die Leseförderung mit den Harry Potter Werken  vorantreibt. Unter https://www.carlsen-harrypotter.de/blog/blogparade-harry-potter-und-die-magie-des-lesens hat er eine wundervolle Initiative gestartet, bei der wir alle mitwirken und unsere Erfahrungen teilen können. Erfahrungen aus 20 Jahren Harry Potter.



Quellen: Blogparade

Montag, 18. September 2017

Elisabeth Herrmann - Stimme der Toten

Elisabeth Herrmann befindet sich gerade mit ihrem neuen Kriminalroman Stimme der Toten auf Lesereise. Das Buch ist im August 2017 beim Goldmann Verlag erschienen. Die Premierenlesung fand in Grönland anlässlich einer Kreuzfahrt vor einigen Tagen statt - die Vorstellung des Romans auf Deutschem Boden heute, am 18. September 2017, in der Buchhandlung Leuenhagen &  Paris in Hannover.

Elisabeth Herrmann zu Gast bei Leuenhagen & Paris
Foto: Cornelia Fett

Elisabeth Herrmann ist auf einigen Umwegen dazu gekommen, als Autorin zu arbeiten.
Nach Ihrer Ausbildung zur Bauzeichnerin holte sie ihr Abitur auf dem Frankfurter Abendgymnasium nach und arbeitete als Rundfunk- und Fernsehjournalistin beim rbb. Vermutlich wäre sie dort immer noch, wie sie mir in einem kurzen Interview verriet: Im Rahmen von Recherchearbeiten für eine Dokumentation über den Beruf des Kindermädchens musste sie leider erfahren, dass niemand diesen Stoff, den sie für überaus interessant und mitteilenswert empfand - senden wollte.
Nachdem Elisabeth Herrmann keine weitere Chance sah, diese Dokumentation zu präsentieren, beschloss sie, ein Buch darüber zu schreiben. Sie versah das vorhandene Material mit kriminalistischen Impulsen - diese Arbeit kostete sie 5 Jahre. Mit Erfolg! Der Roman Das Kindermädchen brachte ihr den Durchbruch als Autorin! Das zeigt einmal mehr, dass man, wenn man mit Herzblut dabei ist und sich selbst treu bleibt, auch Wege beschreiten kann, die vorher gar nicht sichtbar waren.

Tatsächlich hat Elisabeth Herrmann zuvor auch schon zwei weitere Bücher geschrieben. Das erste im Alter von 20 Jahren. - Von Zeit zu Zeit holt sie sich diese Seiten hervor, und staunt, was sie schon damals zu Papier gebracht hat. - Wer weiß, vielleicht kommen wir - ihre Leserschaft - ja auch eines Tages mal in den Genuss, diese Zeilen lesen zu dürfen.

Zurück zu ihrem neuen Buch Stimme der Toten. Dieses handelt von Judith Kepler. Judith Kepler ist von Beruf Tatortreinigerin. Und eine aufmerksame Person noch dazu!

Der Klappentext:

Ein ganz normaler Job für Judith Kepler: In einer großen Bank ist ein Mann in die Tiefe gestürzt, und sie soll den Tatort reinigen. Judith ist Cleaner. Doch mit dem vermeintlichen Selbstmord stimmt etwas nicht. Judith informiert die Kripo und gerät dadurch ins Visier eines mysteriösen Mannes: Bastide Larcan. Er weiß viel über Judiths Vergangenheit, Details, die sogar ihr verborgen geblieben sind. Aber was hat er mit dem Toten in der Bank zu tun? Und warum weiß er genau, wo Judiths schwache Stelle ist? Um mehr zu erfahren, lässt sie sich auf einen lebensgefährlichen Handel mit ihm ein. Und weckt damit die Geister ihrer Kindheit, die nur darauf gewartet haben, zu erwachen und jeden zu vernichten, der ihr Geheimnis enthüllt.

Elisabeth Herrmann fesselte mich während der Lesung nicht nur mit ihrer Stimme und ihrem Vortrag, sondern auch mit dem Inhalt des Krimis und den wohlgesetzten Pointen in der Geschichte. Der Charakter der Judith Kepler ist vielschichtig und interessant und bildhaft dargestellt. Ich bin sehr gespannt, mehr über die Protagonistin zu erfahren.

Elisabeth Herrmann anlässlich ihrer Buchvorstellung Stimme der Toten
Foto: Cornelia Fett

Bei dem Roman Stimme der Toten handelt es sich bereits um das zweite Werk um die Person der Judith Kepler. Der erste Roman erschien 2011 und heißt Zeugin der Toten. Dieses Buch wurde auch bereits mit Anna Loos in der Hauptrolle für das ZDF verfilmt.

Neben weiteren Werken wurde auch Das Kindermädchen - welches ihr erstes herausgegebenes Buch war - verfilmt. In der Hauptrolle ist Jan-Josef Liefers als Joachim Vernau zu sehen.

Von Elisabeth Herrmann werden wir sicher ganz bald wieder Neues lesen! Ich freue mich drauf!

Elisabeth Herrmann und Cornelia Fett

Quellen:
Elisabeth Herrmann - wikipedia

Sonntag, 2. Juli 2017

Hans-Josef Ortheil - Was ich liebe und was nicht

Hanns-Josef Ortheil lerne ich in der Alten Schlosserei der Stadt Lehrte kennen - wenigstens einen kleinen Teil von ihm - während einer Lesung zu seinem neuen Buch Was ich liebe und was nicht.

Hanns-Josef Ortheil am 3. Mai 2017 in der Städtischen Galerie Lehrte
© Cornelia Fett
Allein bei dem Titel komme ich ins Überlegen, wie ich empfinde; Was ich liebe und was nicht.

Genau das spricht Hanns-Josef Ortheil auch aus, als er sein Buch vorstellt. Mit seinem neuesten Werk will er den Leser dazu animieren, sich selbst diese Fragen zu stellen. - Und dann können wir unser eigenes Buch darüber schreiben! - Warum nicht?

Das Buch ist in Essays gehalten - Essays: kleine Versuche, Versuche nachzudenken.
Es geht um zentrale Lebensfragen. Etwa um Freundschaft, Liebe, Wohnen, Musik hören, Kunst sehen oder gar das Alleinsein ...

In seiner Lesung geht Hanns-Josef Ortheil auf einige dieser Fragen ein.

Als ersten Punkt hat er sich für uns das Thema Wohnen, als Wohnen und da bleiben, herausgesucht. Sein Zuhause, so sagt er, sei der Westerwald. Auch wenn das Leben dort nicht so spannend ist, wie das Leben auf Reisen.

Und so kamen wir auch auf das zweite für uns vorbereitete Thema, das Reisen, zu sprechen.

Der Vater von Hanns-Josef Ortheil war als Vermessungsingenieur bei der Bahn tätig. Daher kam es, dass die Familie, wenn sie denn reiste, mit dem Zug unterwegs war. Die Familie lebte seinerzeit in Köln.

Mitte der 60er Jahre wurde dann ein Auto angeschafft. Warum? Alle hatten ein Auto!
So legte sich die Familie einen gebrauchten VW Käfer zu. Dieser stand dann vor der Wohnungstür. Nach einiger Zeit sagten sie sich, dass er vielleicht auch mal gefahren werden müsste. So sind sie am Wochenende losgefahren, haben geparkt und einen langen Spaziergang unternommen und sind dann mit dem Bus nach Hause gefahren - an das Auto hatten sie erst wieder gedacht, als sie eine Haltestation von zu Hause entfernt waren.
Nun ja, so wurde das Auto wieder verkauft.

Daher ist Hanns-Josef Ortheil das Autofahren fremd.

Als nächstes präsentierte uns Hanns-Josef Ortheil das Thema Mahlzeiten.
Nun, zu diesem Thema hat jeder sicher seine ganz eigene Meinung. Was Hanns-Josef Ortheil bemerkenswert findet, wenn er auf Reisen ist, ist das Essverhalten am Frühstücksbuffet im Hotel. Viele Gäste gehen ein- ums andere Mal zum Buffet und essen gar mehr, als sie benötigen, um satt zu sein. Daher bevorzugt Hanns-Josef Ortheil einen Hotelaufenthalt ohne Frühstücksbuffet und geht lieber zur Bäckerei nebenan und isst tatsächlich nur das, was er wirklich zum Frühstück essen mag.

Ein weiteres Thema behandelt sein Schriftstellerleben.

Hanns-Josef Ortheil wurde nicht als Schriftsteller geboren. Tatsächlich begann er zuerst sich mit Musik als mit Worten auszudrücken. Warum das so gewesen ist, konnte ich auf der Seite von Hanns-Josef Ortheil bei Wikipedia ergründen: durch mehrere Schicksalsschläge ist damals seine Mutter verstummt und damit auch Hanns-Josef Ortheil. Bis zu seinem 7. Lebensjahr blieb er stumm, erst dann begann er - nach vierjähriger Pause - wieder zu sprechen.

Seine Ausbildung zum Pianisten begann im Alter von 4 Jahren und endete im Alter von 24 Jahren.
Erst dann begann Hanns-Josef Ortheil mit der Schriftstellerei. Hanns-Josef Ortheil ist Schriftsteller, Drehbuchautor, Germanist und Hochschullehrer.

Was er bei seiner Tätigkeit als Autor erfahren durfte war, dass er als Autor plötzlich auch Lesungen halten können und Interviews geben soll.
Sein Buchtipp hierzu: Andy Warhols Interviews. Sie bestechen durch hemmungslose Positivität, sagt Hanns-Josef Ortheil.

Als letzten Punkt für diesen unterhaltsamen Abend hatte sich Hanns-Josef Ortheil den Sport ausgesucht. Auch wenn Hanns-Josef Ortheil einmal eine Spitzenzeit gelaufen ist, war Laufen absolut nichts für ihn. Das sollte sich nicht wiederholen!

Wiederholen soll sich auch nicht Hanns-Josef Ortheils Karriere als Pianist. - Als Pianist, so sagt Hanns-Josef Ortheil, muss man täglich üben. Spielt man mal eine Woche lang nicht, fehlt schon die Fingerfertigkeit, die Ruhe und Gelassenheit am Flügel, die man so dringend braucht, um ein Konzert geben zu können.
Privat setzt sich Hanns-Josef Ortheil schon mal wieder ans Klavier, nicht aber für Konzerte und öffentliche Auftritte.
Für das Hörbuch zu Was ich liebe und was nicht hat sich der Schriftsteller dennoch wieder ans Klavier gewagt.

Cornelia Fett und Hanns-Josef Ortheil
© Cornelia Fett

Quellen:
Wikipedia - Hanns-Josef Ortheil

Mittwoch, 29. März 2017

Zsuzsa Bánk - Schlafen werden wir später

Seit Wochen freue ich mich auf die Lesung mit Zsuzsa Bánk. Ihre Romane werden gut gehandelt und auch der Titel ihres neuen Werkes Schlafen werden wir später gefällt mir.

Zsuzsa Bánk Romane bei Hugendubel in Hannover
Ⓒ Cornelia Fett
So lebensbejahend, wie der Titel klingt, hörten sich die Zeilen aus dem Buch dann während der Lesung aber gar nicht mehr an. Eher etwas deprimierend. Obwohl Zsuzsa Bánk viel mit der Sprache spielt und beinahe jeder Satz nach einer Liebeserklärung an die Worte an sich klingt, werde ich still, nachdenklich und möchte den beiden Frauen in der Geschichte entfliehen.

Zsuzsa Bánk hat sich bei Ihrem neuen Buch Schlafen werden wir später für einen besonderen Stil entschieden und sozusagen einen E-Mail-Roman geschrieben. Bei dieser Art zu schreiben, kann sie den Emotionen der Protagonisten freien Lauf lassen, sonst zu kurz kommendes Alltagsgeschehen einbauen und auch Umgangssprache ungestraft verwenden. Das klingt zunächst spannend.

Zsuzsa Bánk bei Hugendubel in Hannover
Ⓒ Cornelia Fett
In ihren in dem Buch enthaltenen E-Mails hat sie einige Passagen kursiv geschrieben. Dabei handelt es sich jeweils um Zitate, die dadurch hervorgehoben sind.

Auf meine Frage, ob Zsuzsa Bánk mit diesem neuen Roman ihre Mitte-Vierziger-Zeit aufarbeitet, entgegnet sie, dass sie sich mit Mitte Zwanzig bereits gefunden und verwirklicht hat und rundum zufrieden sei. Aber wer weiß, sagt sie, vielleicht kommt dieser Zeitpunkt, in dem sich die beiden Frauen in ihrem neuesten Werk befinden, ja in ein paar Jahren auf sie zu.

Zsuzsa Bánk und Cornelia Fett bei Hugendubel in Hannover
Ⓒ Cornelia Fett
Vielleicht findet auch mich dieses Buch in ein paar Jahren wieder. Für den Moment lese ich erst einmal ihren Roman Die hellen Tage.

Donnerstag, 2. März 2017

Marc Elsberg - HELIX Sie werden uns ersetzen

Vor einigen Wochen habe ich die Leseprobe im Internet von HELIX - Sie werden uns ersetzen gerade zu verschlungen. Ich konnte gar nicht aufhören, sie zu lesen und dass, obwohl ich dringend zu einem wichtigen Termin musste. - Doch, mal unter uns Lesern, was gibt es Wichtigeres, als genau diese Zeilen, die man geradezu in sich aufnimmt, zu Ende zu lesen?...



Und nachdem ich die Leseprobe beendet hatte, habe ich erst einmal nachgesehen, wann ich denn den Autor Marc Elsberg treffen könnte. Denn, auf jemanden, der dermaßen recherchiert und über fundiertes Wissen schreibt, war ich mehr als gespannt. Glücklicherweise passte der Termin, an dem Marc Elsberg in Hannover sein würde, wunderbar zu meinen Terminen: ich kam einen Tag zuvor gerade von einer Fernreise zurück. Lucky me!

Aber zurück zu Marc Elsberg und seinem neuen Roman HELIX.



Ich hatte das Gefühl, dass - neben mir - alle Welt Marc Elsberg sehen wollte: sämtliche Karten für die Lesung in Hannover waren vergriffen. Meine Karte hatte ich mir bereits frühzeitig für die Lesung bei Leuenhagen & Paris gekauft und für einen Freund versuchte ich bis zum letzten Tag noch eine Karte zu ergattern: leider ohne Erfolg! Die Vorstellung war ausverkauft und blieb es auch!

Marc Elsberg ist am 3. Januar 1967 in Wien unter seinem bürgerlichen Namen Marcus Rafelsberger geboren. Unter seinem eigentlichen Namen hat er auch seine ersten Bücher herausgebracht.
Nach seinem Industriedesign-Studium in Wien arbeitete er als Strategieberater und Kreativdirektor in Wien und Hamburg und bekam für seine Tätigkeit unter anderem auch eine Auszeichnung vom Creativ Club Austria. Daneben gestaltete er auch eine Kolumne für die Tageszeitung Der Standard.

Die zur Zeit neuesten drei Werke - allesamt bei Blanvalet erschienen - brachte er unter seinem Pseudonym Marc Elsberg heraus.

Mit diesen Werken erlangte er nicht nur einen großen Bekanntheitsgrad, sondern Marc Elsberg erhielt für Blackout - Morgen ist es zu spät und Zero - Sie wissen, was du tust auch die Auszeichnung Wissensbuch des Jahres, beide jeweils in der Kategorie "Unterhaltung". Marc Elsberg erhielt als erster Autor diese Auszeichnung zwei Mal. Und, unter uns: ich würde mich nicht wundern, wenn ihm für Helix- Sie werden uns ersetzen, die Auszeichnung auch noch ein drittes Mal verliehen wird.

Während Blackout - Morgen ist es zu spät sich mit einem flächendeckenden Zusammenbruch der Stromversorgung auseinandersetzt, versetzt uns Zero - Sie wissen, was du tust in die Situation, darüber nachzudenken, was Big Data und Datenschutz eigentlich für Größen sind.
Sein jüngstes Buch, Helix - Sie werden uns ersetzen, beschäftigt sich mit Genetik. Und dass in so packender und realistischer Art und Weise, dass man gar nicht mehr daran denkt, dass es sich hierbei um einen Roman handelt.

Der Klappentext:
Bei der Sicherheitskonferenz in München bricht Panik aus, als der US-Außenminister während einer Rede leblos zu Boden fällt. Bei der anschließenden Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsamer Fleck entdeckt. Als der Ministerstab, der eiligst in die USA zurückgeflogen wurde, auf amerikanischem Boden landet, muss er sich einer Untersuchung des Seuchenschutzes unterziehen. 
Jessica Roberts, leitende Stabmitarbeiterin und Mutter von zwei Kindern, macht sich Sorgen wegen einer eventuellen Ansteckung, weil sie in München versucht hat, den Außenminister wiederzubeleben. Doch ihr bleibt keine Zeit, denn kurz darauf werden sie und ihr Team in den Situation Room des Weißen Hauses zitiert. Dort wird sie vom nationalen Sicherheitsberater zur Leiterin der Sonderermittlung ernannt, die den Tod des Ministers aufklären - und herausfinden soll, wer in der Welt in der Lage ist, ein Grippevirus so zu manipulieren, dass es nur eine ganz bestimmte Person töten kann. Denn eins ist den führenden Biologen des Landes klar: Dieses Virus ist genetisch verändert worden ...
Marc Elsberg berichtet während seiner Lesung von GMO´s - sogenannte gentechnisch veränderte Organismen (genetically modifiedd organism - GMO), also Erbanlagen, die mittels Gentechnologie gezielt verändert wurden und genmanipulierter Baumwolle, der Erziehung von Kindern, dem Armyworm und der Babymesse in Berlin. Seine Recherche zu dem Buch HELIX scheint allumfassend. Im Moment weiß ich noch gar nicht, ob ich lieber zuerst sein Buch lesen, oder mich selbst an die Recherche-Arbeit machen möchte.

Marc Elsberg und Cornelia Fett im Gespräch

Jedenfalls bin ich froh, dermaßen unterhaltsam in Wirtschaft und Politik weitere Anstöße zu erhalten, die Augen wirklich offen zu halten und aufmerksam durch die Welt zu gehen.

Marc Elsberg und Cornelia Fett zur Signierstunde bei Leuenhagen & Paris

Aber nun freue ich mich erst einmal darauf, die Geschichte HELIX - Sie werden uns ersetzen zu lesen. Und hoffentlich treffe ich nach der Lektüre den Autor wieder, um mit ihm über sein Buch zu sprechen, Gedanken auszutauschen und eventuelle Fragen zu klären.

Marc Elsberg und Cornelia Fett - Lesung bei Leuenhagen & Paris







Quellen:
Marc Elsberg - Wikipedia


Mechtild Borrmann - Trümmerkind

Ich kenne so viele Menschen, die mir das neueste Buch von Mechtild Borrmann nahegelegt haben, dass ich mir eine Karte für ihre Lesung bei Leuenhagen & Paris zugelegt habe.

Das Buch trägt den Titel Trümmerkind und handelt unter anderem um das Überleben in den Nachkriegsjahren.

Lesung bei Leuenhagen & Paris in Hannover

Klappentext:
Steineklopfen, Altmetallsuchen, Schwarzhandel. Der 14-jährige Hanno Dietz kämpft mit seiner Familie im zerstörten Hamburg der Nachkriegsjahre ums Überleben. Viele Monate ist es bitterkalt, Deutschland erlebt den Jahrhundertwinter 1946/47. Eines Tages entdeckt Hanno in den Trümmern eine nackte Tote - und etwas abseits einen etwa dreijährigen Jungen. Der Kleine wächst bei den Dietzens auf. Monatelang spricht der Junge kein Wort. Und auch Hanno erzählt niemandem von seiner grauenhaften Entdeckung. Doch das Bild der toten Frau verfolgt ihn in seinen Träumen. Erst viele Jahre später wird das einstige Trümmerkind durch Zufall einem Verbrechen auf die Spur kommen, das auf fatale Weise mit der Geschichte seiner Familie verknüpft ist ... 

Mechtild Borrmann versteht es, die Dinge klar beim Namen zu nennen ohne etwas zu beschönigen und ohne etwas künstlich drastisch hervorheben zu müssen. Ganz natürlich erzählt sie über die Begebenheiten, so, als hätte sie das alles miterlebt.

Mechtild Borrmann ist 1960 in Köln geboren und in Kleve aufgewachsen. Sie hat vier Geschwister, zwei ihrer Brüder leben noch am Niederrhein, wo es sie gelegentlich auch wieder hinzieht. Momentan lebt Mechtild Borrmann in Bielefeld.

Begrüßung der Autorin Mechtild Borrmann - wie immer mit viel Witz und Charme

Mechtild Borrmann ist gelernte Erzieherin und war in der Bodelschwinghschen Stiftung tätig. Anschließend ging sie für eineinhalb Jahre nach Korsika, wo sie mit dem Schreiben begann. Nach ihrer Rückkehr lernte sie im Groß- und Einzelhandel und eröffnete ein Restaurant. Sie schrieb Krimis, wurde für Die andere Hälfte der Hoffnung für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert, erhielt für Wer das Schweigen bricht den Deutschen Krimi Preis und erhielt für den Geiger die Auszeichnung des renommierten französischen Publikumpreises Grand Prix des Lectrices der Zeitschrift Elle und gelangte schließlich im Hamburger Staatsarchiv an Informationen, die über vier Morde, die sogenannten Trümmermorde, berichteten. Im Januar/Februar 1947 gab es damals vier ermordete Menschen, die nicht identifiziert werden konnten. Auch Plakate mit Fotos der getöteten Menschen konnten keine Aufklärung herbeiführen. Mit dem Roman Trümmerkind will die Autorin diesen vier Personen eine Identität geben.

Die Autorin wurde freundlich darauf hingewiesen, dass sie ein sogenanntes "Schad-Buch" verfasst hat:
"Schad, dass es schon zu Ende ist"

Und heute beginnt ihre Lesereise in Hannover, um eben dieses Buch vorzustellen.
Erschienen ist Trümmerkind im Droemer Verlag unter ISBN 978-3-426-28137-6.

Mechtild Borrmann und Cornelia Fett
Lesung am 2. März 2017 - Leuenhagen & Paris






Sonntag, 9. Oktober 2016

Tess Gerritsen - Totenlied (Lesung)

Tess Gerritsen ist nicht nur Autorin, Musikerin und Medizinerin, sondern, seit ihrem neuesten Thriller Totenlied, auch Komponistin.

Tess Gerritsen und Cornelia Fett am 13. September 2016 in der Apostelkirche
Ⓒ Cornelia Fett

Während sie die Geschichte um das Totenlied zu Papier brachte, komponierte sie eben auch ein einmaliges Stück, das Tess Gerritsen im Rahmen ihrer Lesereise hier in Hannover am 13. September 2016 vorgestellt hat. Musikalisch begleitet wurde sie dabei von Joerg Widmoser, der sich weltweit unter den Top 10 der Jazzgeiger befindet.

Cornelia Fett und Joerg Widmoser am 13 .September 2016
Ⓒ Cornelia Fett

Das Stück heißt Incendio (Theme Music for Playing with fire) und wurde von Yi-Jia Susanne Hou aufgenommen. Wer sich also beim Lesen des Thrillers passend musikalisch begleitet wissen will, kann sich das Stück bei Amazon herunterladen.

Durch den Abend führte gekonnt Margarete von Schwarzkopf, die auch bei dieser Lesung wieder wunderbar moderierte und Claudia Michelsen übernahm den deutschen Part.

Margarete von Schwarzkopf, Joerg Widmoser, Tess Gerritsen (v.l.)
Ⓒ Cornelia Fett

Die Akustik am 13. September 2016 war eine ganz besondere, denn die Lesung fand in der Apostelkirche statt. Ein wunderbarer Rahmen, um das dort anlässlich der Lesung inkludierte Violinenspiel zu genießen.

Tess Gerritsens neuster Thriller Totenlied ist sicherlich nichts für schwache Nerven, allein der Klappentext hat es - wie ich finde - schon in sich:

"Auf einer Konzertreise entdeckt die amerikanische Violinistin Julia Ansdell in einem kleinen Antiquariat in Rom ein über hundert Jahre altes Notenbuch mit Zigeunerweisen. Ein Stück, optisch und melodisch anders als die übrigen, hat es ihr besonders angetan: Incendio - Feuer. Julia kann es kaum erwarten, den handschriftlich niedergeschriebenen Walzer zu Hause zu spielen. Während sie die melancholische und faszinierende Melodie übt, geschieht ein Unglück. Julias dreijährige Tochter Lily ersticht den Familienkater mit einer Gabel. Als Julia Incendio ein zweites Mal spielt, verletzt Lily sie mit einer Glasscherbe. Beunruhigt suchen Julia und ihr Mann Rob Hilfe bei einem Psychologen - insbesondere weil Julias Mutter psychisch krank war. Kann es sein, dass Lily die psychische Krankheit ebenfalls in sich trägt und diese durch die Melodie nun zum Vorschein kommt?" - Klappentext -

Claudia Michelsen zog mich beim Vortrag der ausgewählten Passagen aus dem Buch auch voll in den Bann der Geschichte und nun kann ich es kaum erwarten das Buch endlich zu lesen.

Claudia Michelsen bei der Lesung des Thrillers Totenlied
Ⓒ Cornelia Fett

Ich bin froh, dass ich an diesem Abend an der Lesung teilhaben konnte: Die Lesung war bereits seit Wochen ausverkauft. Glücklicherweise habe ich mir bei Leuenhagen & Paris, die Veranstalter dieser Lesung waren, bereits im April meine Eintrittskarte gekauft. Es empfiehlt sich, immer gut informiert zu sein.

Am 13. September 2016 in der Apostelkirche, Hannover
Ⓒ Cornelia Fett

In der Pause und auch am Schluss der Lesung, hatten wir noch die Gelegenheit, ein paar persönliche Worte mit Tess Gerritsen, Joerg Widmoser und Claudia Michelsen zu wechseln.

Claudia Michelsen, Cornelia Fett
Ⓒ Cornelia Fett

Tess Gerritsen mit Cornelia Fett beim Signieren ihres neuen Thrillers Totenlied
Ⓒ Cornelia Fett
Tess Gerritsen
Tess Gerritsen wurde am 12. Juni 1953 in San Diego, Kalifornien, geboren und studierte zunächst Medizin. Später arbeitete sie als Internistin auf Hawaii.
Während ihres Mutterschaftsurlaubs nahm sie an einem Literatur-Wettbewerb einer Tageszeitung teil und gewann damit auf Anhieb den ersten Preis. Da sie als Ärztin nicht unbedingt weiter tätig sein wollte und sie Spaß am Schreiben hatte, schrieb sie weiter. Es folgten Romane sowie ein Drehbuch für die CBS.

Während eines Essens ging ihr eine wahre Geschichte eines ehemaligen Polizisten dermaßen nahe, dass sie weiter recherchierte und somit kam Tess Gerritsen dazu, Medizinthriller zu schreiben. Dabei handelt es sich um den Thriller Harvest, Titel in Deutschland: Kalte Herzen. Die Filmrechte sicherte sich Paramount/Dreamworks.

Bekannt ist Tess Gerritsen unter anderem auch aufgrund ihrer Serie um Rizzoli & Isles.

Tess Gerritsen lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Camden, Maine und gesteht, dass sie in ihrer Freizeit gerne der Gartenarbeit und der Musik nachgeht. Wenn ich da so in ihren neuesten Thriller reinlese.....

Tess Gerritsen am 13. September 2016
Ⓒ Cornelia Fett

Joerg Widmoser
Joerg Widmoser ist am 8. September 1955 in München geboren und hat am Mozarteum in Salzburg von 1975 bis 1980 studiert.

Bereits weit vor seinem Studium, im Jahre 1967, gab er sein erstes Konzert und führte eine selbst komponierte Suite auf. Später war er Mitglied einer Bluesband, einer Jazzband und schließlich Gründer seiner ersten eigenen Band UP, mit der er 1983 Preisträger der Deutschen Phonoakademie wurde. Im Jahr darauf gründete er das Modern String Quartet, mit dem er durch die USA, Asien, Afrika, Europa und den Vorderen Orient tourte. Das Modern String Quartet ist ein innovatives Streichquartett, dass mit jazziger, improvisierte Musik auftritt. - Und der Erfolg gibt ihnen Recht!

Das Schönste:
Joerg Widmoser gibt auch Workshops. In diesem Jahr gab es am Samstag, dem 30. Juli 2016 zumindest einen in München. Das wäre auch mal etwas für mich! - Zwar hatte ich bislang noch keine Bekanntschaft mit einer Violine, doch bin ich mir sicher, dass Joerg Widmoser mir die erste Begegnung erleichtern würde.

Jörg Widmoser am 13. September 2016
Ⓒ Cornelia Fett

Claudia Michelsen
Claudia Michelsen ist am 4. Februar 1969 in Dresden geboren.
Eigentlich wollte sie eine Ausbildung in der Semperoper als Bühnentischlerin machen, doch dann hat sie mit ihrer Freundin zusammen eine Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst in Berlin begonnen. Schaut man sich ihre Vita an, so hat sie - finde ich - schon so einige ernstzunehmende Stationen hinter sich.
Claudia Michelsen ist vor allen Dingen bekannt aus der Fernseh-Serie Polizeiruf 110 und war nicht zuletzt auch in der Rolle der Oberin in dem Film Honig im Kopf zu sehen.
Auch vor dem Abend der Lesung stand sie tagsüber noch vor der Kamera. Wir dürfen uns sicher freuen, sie alsbald wieder auf der Leinwand zu sehen.

Claudia Michelsen am 13. September 2016
Ⓒ Cornelia Fett



Quellen:
Claudia Michelsen - Wikipedia